Nachgeholt − Juli 2016: Tamedia expandiert nach Österreich

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Nachgeholt − April 2016: Vom Pfeifen auf die redaktionelle Unabhängigkeit

Markus Somm, seines Zeichens … Sie wissen schon, zeigt Verständnis für Werbeboykotte, und Hanspeter Lebrument, Noch-Chef der Schweizer Verleger, findet, dass «eine saubere Trennung zwischen dem Werbemarkt und dem redaktionellen Teil einer Zeitung» viel schwieriger geworden sei «als vor zwanzig Jahren, als es die finanzielle Lage erlaubte, die redaktionelle Unabhängigkeit über alles zu stellen».

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Ein analoger Beirat für die digitale Zukunft der NZZ-Mediengruppe?

Die NZZ-Mediengruppe will digital vorwärtsmachen. Da kann ein «Beirat» sicher nicht schaden − erst recht nicht einer mit dem pensionierten «NZZ»-Feuilletonchef Martin Meyer an der Spitze und dem Ex-«NZZ»-Wirtschaftschef Gerhard Schwarz als weiterem Mitglied. Denn schliesslich wird das Gremium den NZZ-Verwaltungsrat «in Fragen der publizistischen Qualität sowie der digitalen Transformation» beraten, wie Unternehmenssprecherin Myriam Käser gegenüber «persoenlich.com» erklärt. Das Gremium soll aus bis zu fünf externen Personen «mit ausgewiesener publizistischer oder digitaler Expertise» bestehen (nicht «und/oder», sondern nur «oder»!). Drei Sitze sind also noch zu vergeben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

S. dazu auch:

Update, 28. Juni 2016: NZZ erweitert publizistischen Beirat («NZZ»):

«Unter der Leitung des früheren NZZ-Feuilletonchefs Martin Meyer gehören dem publizistischen Beirat neu folgende externe Expertinnen und Experten an: der Chefredaktor von Spiegel Online Florian Harms, die frühere FDP-Fraktionspräsidentin Gabi Huber, die Professorin für Medieninnovationen Lucy Küng sowie der frühere, langjährige NZZ-Ressortleiter und Direktor der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse Gerhard Schwarz. Der Verwaltungsrat ist im Gremium vertreten durch die Mitglieder Carolina Müller-Möhl und Christoph Schmid.»

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«Es gilt die Unschuldsvermutung»

Von Balz Bruppacher

Was hat die Kritik am Schweizer Luftwaffenchef mit den «Panama Papers» zu tun? Von Beidem wissen wir dank Indiskretionen. Was die journalistische Aufbereitung ebenso schwierig macht wie die Rezeption durch das Publikum.
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Ein Hors-sol-Chefredaktor für die NZZ-Regionalmedien

Die Regionalmedien der NZZ-Mediengruppe erhalten einen Super-Chefredaktor. Pascal Hollenstein, derzeit noch stellvertretender Chefredaktor der «NZZ am Sonntag», wird als «Leiter Publizistik» künftig den Redaktionen von «St. Galler Tagblatt», «Neuer Luzerner Zeitung», «Thurgauer Zeitung» und «Zuger Zeitung» vorstehen und dort «in einer ersten Phase schwerpunktmässig die überregionalen Ressorts sowie die Zusammenarbeitsprojekte zwischen den Redaktionen in der Zentral- und Ostschweiz leiten», wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die derzeitigen Chefredaktoren von «St. Galler Tagblatt» und «Neuer Luzerner Zeitung», Philipp Landmark und Thomas Bornhauser, ziehen sich «im Zuge der Neuorganisation» von ihren Ämtern zurück. Nach ihren Nachfolgern, die hauptsächlich für die Regionalberichterstattung der jeweiligen Blätter verantwortlich sein werden, wird gesucht.

Siehe dazu auch:

Update, 18. Februar 2016:

Update, 3. März 2016:

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Stellenabbau bei den Regionalen

Nicht 10-15 Stellen, wie es das Regionalportal «GRHeute» vermeldet hatte, sondern knapp 500 Stellenprozente will die Somedia AG, Herausgeberin von «Südostschweiz», «Bünder Tagblatt» und anderen Medienprodukten, abbauen − jedenfalls wenn es nach Andrea Masüger geht. «Bei einer Gesamtzahl von rund tausend Mitarbeitern sei dies wenig», wird der Somedia-CEO von «persoenlich.com» zitiert.

Rund 450 Stellenprozente sollen auch bei den Tamedia-Blättern «Thuner Tagblatt» und «Berner Oberländer» wegfallen. Begründet wird die Sparmassnahme mit der Zusammenlegung der beiden Redaktionen und mit «wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die teilweise aus dem Auflagenrückgang hervorgehen», weiss die Gewerkschaft Syndicom (via «persoenlich.com») zu berichten.

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«[Dis-]Organigramm Redaktion Tages-Anzeiger/SonntagsZeitung/Magazin ab 1.1.2016»

Man kann die Sitzungen, die zu diesem Organigramm geführt haben, schon fast riechen (zum Vergrössern Bild anklicken):
Tagi-Soz-Organigramm
Quelle: Muckraker Stadler

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Seid umschlungen Schweizer (Privat-)Medien

Die SRG will (noch mehr) mit den Schweizer Privatmedien kooperieren. In einem Gastartikel − nicht im «Blick» (too fishy) und nicht im «Tages-Anzeiger» (no surprise), sondern in der «NZZ» (weshalb eigentlich?) − unterbreitet Generaldirektor Roger de Weck den Schweizer Verlegern deshalb ein Angebot zur Zusammenarbeit oder genauer: «elf konkrete Vorschläge» bzw. «Kooperationsmodelle im Journalismus und in der Technologie».

So sollen die privaten Medienhäuser unter anderem etwa auf aktuelle Videobeiträge der öffentlich-rechtlichen Anstalt zugreifen können und diese auch in eigenen Playern abspielen dürfen, wobei ein Teil der mit den Bewegtbildern erzielten Werbeeinnahmen an die SRG ginge. Inhalte von Privatsendern sollen zudem auch im Web-Player der SRG verbreitet werden und so von dessen Reichweite profitieren. Ferner will die SRG die Privaten in einigen Sportarten an den von ihr erworbenen Übertragungsrechten partizipieren lassen, Regionalradios unter Quellenangabe und «gegen ein sehr erschwingliches Entgelt» ihre Nachrichtenbulletins zur Verfügung stellen, zusammen mit der privaten Konkurrenz auf Youtube einen mehrsprachigen «Swiss Channel» betreiben oder ihre Ausbildungsangebote «systematisch für Kollegen privater Medien» öffnen. Im Übrigen sei − last but not least − auch die Technologie-Tochtergesellschaft SwissTXT für Kooperationen mit dem privaten Sektor offen.

Ringier ist über die angekündigte Werbeplatzvermarktungsallianz ja bereits eingebunden, nun will die SRG also auch noch die anderen privaten Medienhäuser umgarnen, dürften böse Zungen behaupten. Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Tamedien, ist jedenfalls not amused, wie er in der − zufälligerweise von Tamedia herausgegebenen − «Sonntagszeitung» zu verstehen gab.

Die Schweizer Medien können nur durch vernünftige Zusammenarbeit gegen die globalen Digital-Giganten bestehen, meinen hingegen SRG-Generaldirektor Roger de Weck und mit ihm etwa auch die Eidgenössische Medienkommission (PDF).

Und «NZZ»-Medienredaktor Rainer Stadler kommentiert unter dem Titel «Die SRG zeigt sich als sanfter Riese»:

«Der liberal Denkende runzelt allerdings die Stirn. Die SRG plant bereits eine Werbeallianz mit Ringier und Swisscom; nun will sie mit ihren Kooperationsangeboten noch stärker im Maschinenraum des Schweizer Mediensystems mitmischen. Wenn sie – wie vorgeschlagen – Videos mit Privaten teilt, Übertragungsrechte an Sportveranstaltungen gemeinsam auswertet, die technische Infrastruktur für Online-Publizistik zur Verfügung stellt, wenn sie ihre Kanäle für die Produktionen der Privaten öffnet und einen gesamtschweizerischen Youtube-Kanal für alle betreibt, dann dringt der nationale Rundfunk zusehends in alle Bereiche der Privatwirtschaft ein. In der Folge liefe bald nichts mehr, wenn die SRG stillstünde oder wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – auf den roten Knopf drücken würde.»

S. dazu auch:
- Wie geht’s eigentlich der Media Schweiz AG?
- Die Schweizer Verleger am Tropf des Staates
- VSP: Immer für einen Kuhhandel gut?

Update:
- Mit dem Rücken zur Wand in den Vorwärtsgang (Nick Lüthi, «Medienwoche»)
- Gefährliche Lockrufe an die krisengeschwächten Verleger (Ronnie Grob, «Medienwoche»)

Update, 12. Januar 2016:
- Private Medien reagieren zurückhaltend (Rainer Stadler, «NZZ»)

Update, 12. Januar 2016:
«Hinterhalt hat bei der SRG System», sagt Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Tamedien, in seinem Referat an der Dreikönigstagung.

Update, 14. Januar 2016:
- SRG ist «systematisch hinterhältig» (Claudia Blumer, «Tages-Anzeiger»)

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Geballte Ladung Native-Advertising bei Tamedia

Seit gestern Sonntag soll den Tamedia-Bättern «Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimanche» einmal im Monat das Magazin «Red Bulletin» beigelegt werden. So weit, so belanglos. Offenbar aber nicht belanglos genug, um die «Geschäftspartnerschaft» nicht in einer Pressemitteilung anzukündigen. Beim «Active-Lifestylemagazin» des Gummibärlidrinkproduzenten Red Bull handelt es sich aber schliesslich auch nicht um eine simple Werbebeilage − zumindest wenn es nach der Medienmitteilung geht:

«The Red Bulletin ist kein Werbeprodukt von Red Bull, sondern eine redaktionelle Zeitschrift, deren Inhalt die Welt von Red Bull präsentiert.»

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Nachgeholt

«Schweizer Journalist»: Kurt W. Zimmermann übernimmt von Markus Wiegand

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Tamedia: Kommt der Content for People bei «Tages-Anzeiger», «Sonntagszeitung» und «Magazin» demnächst vom Fliessband?

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«Watson»: Sparmassnahmen

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«Blick»-Gruppe: Und noch einmal versucht es Ringier mit einem deutschen Import

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Romandie: Zusammenarbeit von «Liberté», «L’Express», «L’Impartial», «Le Nouvelliste» und «La Côte»

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«Basellandschaftliche Zeitung»: Back to the roots für David Sieber

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Jahrbuch «Qualität der Medien 2015»

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SRF: So viel kostet Ihre Lieblingssendung − Und jetzt?

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SRG: Abbau von 250 Stellen angekündigt

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