Tamedia spart, um weiter zu expandieren

Nur wenige Tage nach der Bekanntgabe eines Jahresgewinns von 152 Mio. Franken (-15% gegenüber 2011) sahen sich Verwaltungsrat und Unternehmensleitung von Tamedia am vergangenen Dienstag gezwungen, in einer internen Mitteilung «zu Gerüchten und Spekulationen über ein Kostensenkungsprogramm» Stellung zu nehmen.

Die in den Medien herumgereichten Zahlen − gemeint sein dürfte v.a. der vom Westschweizer Radio RTS kolportierte Abbau von rund 100 Stellen in der Romandie − seien «reine Spekulation», liess die Tamedia-Führung ihre Angestellten wissen. Es sei noch keine einzige konkrete Massnahme beschlossen worden.

Bestätigt wurde in der Mitteilung hingegen ein wie folgt begründetes Sparziel von 34 Mio. Franken:

«Um handlungsfähig zu bleiben und weiter in den Ausbau des digitalen Geschäfts investieren zu können, strebt Tamedia eine durchschnittliche EBIT-Marge von 15 Prozent an. Dieses Ziel ist nicht in Stein gemeisselt, aber jedes Medium muss auf eigenen Beinen stehen und soweit möglich zu diesem Ziel beitragen.»

Erreicht werden soll dieses Ziel über ein «langfristiges Effizienzsteigerungs- und Wachstumsprogramm», das beabsichtigt,

«über das ganze Unternehmen 34 Mio. CHF einzusparen und neue Umsatzquellen zu erschliessen. [...] 6 Mio. CHF dieser Einsparungen sollen 2014, 14. Mio. CHF 2015 und 14 Mio. CHF im Jahr 2016 realisiert werden.»

Mehr als die Hälfte der Einsparungen, nämlich rund 18 Mio. Franken, sollen auf den Westschweizer Ableger Tamedia Suisse Romande entfallen, wie «Le Temps»-Chefredaktor Pierre Veya gegenüber der SDA (via «NZZ») bestätigte, und damit vermutlich vor allem die Zeitungen «Le Matin», «24 Heures» und «Tribune de Genève» betreffen. Selbst von einer Einstellung des Boulevardblatts «Le Matin» soll die Rede sein.

So erstaunt es nicht, dass Gewerkschaften und Verbände protestieren, Mitarbeiter der «Tribune de Genève» demonstrieren und petitionieren und die Kantonsregierungen von Genf und Waadt intervenieren. «Die Unsicherheit in den Redaktionen des Westschweizer Medienhauses Tamedia Suisse Romande ist gross», musste gestern denn auch selbst das Tamedia-Flaggschiff «Tages-Anzeiger» vermelden (Artikel online nicht frei zugänglich).

«Einmarschieren, besetzen, plündern. So dürfte diese Geschäftspolitik in der Romandie, die sich ohnehin von der Deutschschweiz gegängelt fühlt, verstanden werden»,

schreibt «Südostschweiz»-Chefredaktor David Sieber in einem Blog-Post dazu. Und weiter:

«Irgendwann ist der Speck mal weg. [...] irgendwann gehts dann wirklich zulasten der Qualität. Mit der Folge, dass die betroffenen Produkte verstärkt als entbehrlich betrachtet werden, was den Auflagenschwund verstärkt und die Gewinnmarge weiter drückt, was weitere Sparmassnahmen zur Folge hat.»

Tönt einleuchtend. Aber könnte es am Ende nicht auch sein, dass «Qualität» gar keine sooo grosse Rolle mehr spielt, wenn man im Pressebereich über einen Marktanteil von sage und schreibe 68 Prozent verfügt, wie dies gemäss «Jahrbuch 2012: Qualität der Medien – Schweiz – Suisse – Svizzera» bei Tamedia in der Romandie der Fall sein soll?

Zu den Sparmassnahmen bei Tamedia siehe auch die Analyse von Nick Lüthi in der «Medienwoche»: Wer schwächelt, wird fit getrimmt

Zu den Tamedia-Sparanstrengungen der letzten Jahre siehe u.a.:
- Stellenabbau bei «Le Temps»
- Tamedia spart und expandiert
- Zähmung der Recherche bei Tamedia?
- «Finanz und Wirtschaft» mit schrumpfender Redaktion
- Bad Vibrations bei «20 Minuten[.ch]»?
- «Tages-Anzeiger» künftig ohne Regionalsplits
- «Züritipp light»?
- Self-fulfilling Prophecy – oder: Bis zum letzten Tropfen ausmelken?
- Tamedia: Weniger Inhaltsproduzenten, dafür mehr Verkäufer
- Tamedia spart weiter – auch bei Ehemaligen
- Gratiszeitungsjournalisten – als Kanonenfutter ausgedient
- Edipresse streicht 100 Vollzeitstellen
- Aus für «Solothurner Tagblatt»
- Tamedia mit massivem Stellenabbau – «Der Bund» wird weitergeführt

von Martin Hitz | Bemerkungen (1)

Auch Christoph Mörgeli soll NZZ-Aktien kaufen dürfen

Christoph Mörgeli darf zwar Anteilscheine der Tamedia AG erwerben, der Eintritt ins Aktionariat der AG für die Neue Zürcher Zeitung ist ihm und Seinesgleichen vorerst aber noch verwehrt, dürfen gemäss Statuten doch nur

«Mitglieder der FDP.Die Liberalen oder weitere natürliche Personen, die sich zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung bekennen, ohne Mitglied einer anderen Partei zu sein»

ins Aktienregister eingetragen werden.

Geht es nach den «Freunden der NZZ», soll sich das jedoch in absehbarer Zeit ändern. Im neusten Newsletter des Geheimbunds heisst es nämlich:

«Antrag: [...] Des weiteren soll die Vinkulierung den heutigen Gegebenheiten insofern angepasst werden, als Aktionäre zur Eintragung qualifizieren, wenn sie (unabhängig von einer Parteizugehörigkeit) [Hervorhebung: M.H.] eine liberale und unternehmerische Gesinnung bestätigen.»

So es denn sein muss, wollen die «Freunde» diesen und anderen Forderungen auch an einer ausserordentlichen Generalversammlung zum Durchbruch verhelfen:

«Da der Verwaltungsrat und insbesondere der Verwaltungsratspräsident kein Gehör für unsere Anliegen zeigte, hat ein Aktionär (mit der Unterstützung von über 10% der stimmberechtigten Aktien) fristgerecht per Ende Februar zwei Geschäfte für die Generalversammlung 2013 zur Traktandierung eingereicht [...]. Der Verwaltungsrat hat sich jedoch zu unserem Erstaunen geweigert, diese Punkte auf die Traktandenliste zu nehmen. Wir behalten uns deshalb die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung vor, werden aber zunächst unmittelbar nach der Generalversammlung das Gespräch mit dem dann neugewählten Präsidenten des Verwaltungsrates suchen.»

Wie sagte Tamedia-CEO Christoph Tonini doch jüngst in einem Interview:

«Alle Aktionäre sind eingeladen, sich an der Aktionärsversammlung zu Wort zu melden, wenn sie das möchten – das gilt natürlich auch für Christoph Mörgeli.»

Ob es bei der AG für die Neue Zürcher Zeitung wohl bald auch so freundlich zu- und hergehen wird?

(Zu den weiteren Forderungen der «Freunde der NZZ» s. auch den Bericht der «Schweiz am Sonntag»: Putschversuch bei der NZZ)

Update: Neben Avenir-Suisse-Geschäftsführer Gerhard Schwarz wollten die «Freunde» auch den «versierten Immobilienfachmann» Urs Ledermann für den Verwaltungsrat der AG für die neue Zürcher Zeitung portieren («Trotz gegenteiligem Versprechen von VR-Präsident Franz Steinegger wurden diese beiden Persönlichkeiten jedoch nicht einmal kontaktiert.»). Dazu ganz nebenbei ein Zitat aus der aktuellen Ausgabe der amerkanischen Studie «The State of the News Media»:

«In a symbolic indicator of decline, newspapers are abandoning the grand headquarters buildings that used to help anchor downtowns in favor of smaller, less expensive offices. Those that stay are starting to rent excess space to other businesses.»

Siehe dazu auch:
- Der Kampf um den NZZ-Verwaltungsrat ist eröffnet
- Ist «BaZ»-Verleger Wagner auch ein «Freund der NZZ»?
- Philippe Gaydoul in den NZZ-Verwaltungsrat?
- Neue Verwaltungsräte für die NZZ-Gruppe?
- «Freunde» der «NZZ»?

Und nur slightly off topic:
- Rettet Zürich?

von Martin Hitz | Bemerkungen (2)

The State of the News Media 2013 (USA)

Zum nunmehr zehnten Mal hat das Project for Excellence in Journalism seinen ausführlichen Jahresbericht zur Lage der amerikanischen Newsindustrie veröffentlicht und damit erneut einen äusserst faktenreichen und sehr gut lesbaren Überblick über den Zustand der amerikanischen Nachrichtenmedien und des amerikanischen Journalismus vorgelegt. (Für eine Besprechung der ersten Ausgabe s. hier)

Aus der Medienmitteilung:

In the news media, a continued erosion of reporting resources has converged with growing opportunities for newsmakers, such as political figures, government agencies, companies and others, to take their messages directly to the public. The public, for its part, is not very aware of the financial struggles that have led to the news industry’s cutbacks in reporting, but nearly one-in-three (31%) say they have stopped turning to a particular news outlet because it no longer provides the news they were accustomed to getting. [Anm.: Erstaunliche 60% der Befragten sind sich der finanziellen Herausforderungen der Medienbranche nicht oder kaum bewusst] [...]

The report pinpoints multiple signs of shrinking reporting power. For newspapers, estimates for newsroom cutbacks in 2012 put industry employment down 30% since its peak in 2000 and below 40,000 employees for the first time since 1978. On local television, where audiences were down across every key time slot in 2012, news stories have shrunk in length, and, compared with 2005, coverage of government has been cut in half and sports, weather and traffic now account for 40% of the content. On cable, coverage of live events during the day, which often requires a crew and correspondent, fell 30% from 2007 to 2012, while interview segments were up 31%. [...] This adds up to a news industry that is more understaffed and unprepared to uncover stories, dig deep into emerging ones or to question information put into its hands.

Und noch ein paar «Snippets» aus den Kapiteln «Newspapers»

  • Digital pay plans are being adopted at 450 of the country’s 1,380 dailies and appear to be working not just at The New York Times but also at small and mid-sized papers. Twinned with print subscription and single-copy price increases, the digital paywall movement has circulation revenues holding steady or rising. Together with the other new revenue streams, these added circulation revenues are rebalancing the industry’s portfolio from its historic over-dependence on advertising.
  • Papers continue to reduce traditional newsroom staff with smaller expansion on the digital side. A few have also cut print frequency to three times a week. [...] The financial logic driving reduced frequency, which has been discussed as an option for years, is that print advertising is now concentrated on Sunday (nearly half the total) and a few weekdays. The few advertisers on Mondays, Tuesdays and Saturdays might be persuaded to switch schedules to the remaining print days, the theory goes. And as print advertising continues to fall, readers also may be more satisfied with three substantial print editions a week.
  • Print advertising fell for a sixth consecutive year in 2012, and not by just a little – it dropped about $1.5 billion, or 7.3%, in a slowly improving economy. National advertising is a particular weakness, suggesting that corporations are shifting their advertising dollars to other platforms.
  • Digital advertising, now up to 15% of total newspaper ad revenue, has grown anemically the past two years and does not come close to covering print ad losses. (The 2012 ratio was 16 print ad dollars lost for every digital ad dollar gained.) Even as volume improves, prices are depressed because of the huge range of places to advertise, now including social sites like Facebook and Twitter.
  • In a symbolic indicator of decline, newspapers are abandoning the grand headquarters buildings that used to help anchor downtowns in favor of smaller, less expensive offices. Those that stay are starting to rent excess space to other businesses.

… und «Digital Develpments»:

  • If there is one hopeful sign for news, it is that the U.S. audience still turns to the legacy newspapers, TV stations and cable channels they have long known. Strong brands with solid reputations still matter, according to our data. But the twin challenges of maintaining the financial strength and technological savvy to foster those brands will only intensify.
  • As readers and advertisers dive headlong into the mobile era, the outlook for news companies remains difficult. For much of the past 15 years, news organizations have been forced to trade print dollars for digital dimes, as revenues from print and television evaporated far faster than digital revenues have grown. Now, things may get even worse: News may be entering the era of mobile pennies.
  • The problem for news is not the size of the digital ad market, which is growing far more rapidly than the rest of the advertising market. Total digital advertising (including mobile) rose to $37.3 billion in 2012, a 17% increase. [...] The problem for news is the composition of the digital ad market, starting with the intensifying competition it faces from Google and other tech firms. While no separate tally breaking out the news industry’s share of digital ads exists, one daunting truth is clear: News is a tiny player in a market dominated by the large technology companies like Google and Facebook. Together, the five largest companies – Google, Yahoo, Facebook, Microsoft and AOL – pocketed 64% of all digital ad spending in the U.S. in 2012, unchanged from 2011.
  • The tech giants are quickly making the same claim in the fast-growing mobile ad sector. Given the rapid shift of news consumption to smartphones and tablets, mobile would seem to offer tremendous potential for legacy media. Yet many news organizations are falling behind the curve as the big tech companies invest heavily in the emerging technology.
  • There is another significant way in which the shift to mobile risks further exacerbating the news industry’s financial woes: If Web ads bring in only a fraction of the revenues earned by print ads, mobile ads generally bring in only a fraction of what Web ads earn. The standard measure used to price digital ads, the cost per thousand impressions (CPM), averages about $3.50 for Web ads, according to the internet analyst and venture capitalist Mary Meeker. For mobile ads, she said in a recent presentation, the average is just 75 cents.

In weiteren Kapiteln befasst sich der Bericht mit dem Bereich Newsmagazine, mit Network-, Kabel- und Lokal-TV, mit dem Radio- bzw. Audiobereich sowie mit ethnischen und alternativen Medien.

Vier «Special Reports» sind schliesslich noch folgenden Themen gewidmet:

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Der Medienspiegel ist auch ein Ideenlieferant

Auf «presseverein.ch» berichtet Ronnie Grob von sechs Wiener Kaffeehäusern, die ihren Gästen Gratis-Zugang zu einem «digitalen Zeitungsstand» mit 122 Zeitungen und Zeitschriften bieten.

Nur ganz nebenbei: Eine ähnliches − wenn auch papierbasiertes − «Franchising-Modell» hat Fred David an dieser Stelle bereits vor gut drei Jahren vorgestellt: Starbucks war gestern

Dass die Leserinnen und Leser des Medienspiegels auf der ganzen Welt zu finden sind, ist uns natürlich schon länger bekannt. Aber selbst in Österreich? Wow!

von Martin Hitz | Bemerkungen (2)

«NZZ» goes Multimedia-Storytelling

Aus Anlass des zweiten Jahrestags der Merfachkatastrophe von Fukushima hat sich nun auch die «NZZ» an ihre erste Multimedia-Reportage herangewagt und in Text, (Bewegt)bild, Ton und Grafik «Vier Schicksale zwei Jahre nach ‹Fukushima›» nachgezeichnet.

Zwar kann es die «NZZ» mit «Snow Fall», dem Opus magnum der «New York Times», aus verständlichen Gründen (bei der «Times» waren dem Vernehmen nach gut 15 Personen während rund sechs Monaten mit dem Projekt beschäftigt) nicht ganz aufnehmen, schön und mit viel Herzblut gemacht ist die Fukushima-Reportage aber alleweil − und mit für hiesige Verhältnisse erheblichem Aufwand überdies, wie «NZZ»-Nachrichtenchef Luzi Bernet gegenüber «persoenlich.com» ausführte:

«[...] der Aufwand für diese Multimedia-Reportage war gewaltig und ich muss sagen: Diese Angelegenheit hat uns Blut, Schweiss und Tränen gekostet. Insgesamt waren in unterschiedlicher Intensität über 20 Leute involviert [...]Dabei hatten die drei Autoren, Marcel Gyr, Christoph Bangert und Mitsuhiro Shoji, besonders grossen Anteil – sie recherchierten zwei Wochen lang in Fukushima und realisierten anschliessend Text und Bild. Sylke Gruhnwald, unsere Datenjournalistin, trug während dieser Zeit unterschiedliche Daten zusammen und bereitete diese grafisch auf. Zudem arbeiteten zwei Videojournalisten, eine Sprecherin, ein Korrektor und mehrere Redaktoren mit. Für die technische Umsetzung wurden wir durch die Firma Interactive Things unterstützt, deren Mitarbeiter rund zwei Wochen lang bei uns im Haus waren, um die Inhalte technisch aufzubereiten.»

In Franken und Rappen rechnen tut sich die Multimedia-Reportage der «NZZ» also sicher nicht, zumal sie auch noch vollkommen werbefrei daherkommt. Schon allein aus Ressourcengründen dürften Reportagen wie «Snowfall» und «Fukushima» deshalb auch nicht die «Zukunft des Journalismus» sein (s. dazu etwa auch hier und hier) – oder wie Marc Brupbacher, Leiter Ressort News bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet, es auf Twitter ausdrückte:

«Das können sich CH-Redaktionen höchstens einmal pro Jahr leisten. Ambitionierter Online-J. ist teurer als Print-J. Auweia.»

Der Reputation (nicht nur bei der Werbewirtschaft!) und vor allem dem Sammeln von Erfahrungen dürften solche Projekte aber sicher nicht abträglich sein. Noch einmal Luzi Bernet:

«Bei ‹Fukushima› geht uns nicht primär darum, Geld zu verdienen – sonst hätten wir ein anderes Thema wählen müssen. Wir wollten in einem ersten Durchlauf die digitalen Möglichkeiten austesten, um daraus zu lernen und einzelne Elemente künftig bei anderen, kleineren Geschichten einsetzen zu können. Und, indem wir unser Leistungsspektrum präsentieren und zeigen, wozu wir fähig sind, hoffen wir bei der Werbewirtschaft als attraktives Werbeumfeld wahrgenommen zu werden.»

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Back to the basics, please

Hahnenkämpfe – sei es zwischen Gockeln wie Gut, Köppel und Strehle, sei es zwischen Güggeln wie Lüscher und Schawinski – mögen ja durchaus reizvoll sein. Dennoch denke ich, dass es allmählich wieder an der Zeit wäre, sich mit den wirklichen Fragen und Problemen der Branche auseinanderzusetzen.

So zum Beispiel mit der Tatsache, dass in Deutschland soeben ein Leistungsschutzrecht verabschiedet wurde (siehe u.a. hier, hier, hier oder hier), mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Qualität und damit die Glaubwürdigkeit der Medien (in Spanien) oder etwa auch mit Aussagen wie jener des CEOs der US-Detailhandelskette Safeway (Umsatz: gut $40 Mia.):

«As people become more digital, there’s an opportunity – which we’re working hard at – to actually get out of the paper ads, and make the ad itself personalized for every household.»

von Martin Hitz | Bemerkungen (9)

In eigener Sache: Software-Update

Medienspiegel.ch wurde heute auf die aktuellste WordPress-Version «upgedated». Für Hinweise auf Fehler und sonstige Unstimmigkeiten bedankt sich der Blogwart im Voraus.

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Twitterwoche 6/2013

Was man früher kurz verbloggt hat, wird heute rasch per Twitter abgesondert. Hier versuchshalber deshalb eine kleine (Re-)Tweet-Auswahl der zurückliegenden Woche – ein Ego-Storify, gewissermassen:


Twitterwoche 6/2013

Was man früher kurz verbloggt hat, wird heute rasch per Twitter abgesondert. Hier versuchshalber deshalb eine kleine (Re-)Tweet-Auswahl der zurückliegenden Woche – ein Ego-Storify, gewissermassen:

Storified by Martin Hitz· Tue, Feb 12 2013 06:56:20

Res Strehle, Chefredaktor Tages-Anzeiger, reagiert in einer kurzen Stellungnahme auf Terror-Vorwürfe der Weltwoche http://www.tagesanzeiger.ch/30974390Nick Lüthi
Neues News-Portal von Hansi Voigt – NZZ.ch, 08.02.2013 http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/ex-chef-von-20-minuten-online-plant-neues-news-portal-1.17990884 Ich sage nur: market size, market size, market size.Martin Hitz
EveryBlock war Daten- und Hyperlocal-Journalism in einem – und wir fanden’s toll http://www.medienspiegel.ch/archives/002432.html Nun ist es weg: http://paidcontent.org/2013/02/07/another-hyperlocal-journalism-effort-dies-as-nbc-shuts-down-pioneering-startup-everyblock/Martin Hitz
Another blog post that won’t make any money – MediaFile http://reut.rs/14EsUarMartin Hitz
Nach 1 Jahr kommt die #NZZ wieder ohne "Equity"-Bund aus. Findi guet. Aus Leserperspektive war das Fuder doch etwas gar überladen.Martin Hitz
von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Von Leerschlägen und presseähnlichen Newsportalen

Am 29. Januar 2013 ist die «Anhörung» zur Revision der SRG-Konzession abgelaufen. Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen betreffen dabei hauptsächlich die «Erweiterung der publizistischen Möglichkeiten der SRG im Online-Bereich», wie es auf der Website des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) heisst.

Nicht ganz überraschend haben sich in diesem Zusammenhang neben dem Schweizerischen Verband für Pferdesport u.a. auch die Schweizer Verlegerverbände sowie die SRG zu Wort gemeldet. For the record seien im Folgenden einige Auszüge aus den jeweiligen Stellungnahmen festgehalten:
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von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Chef-Abgänge und -Rochaden

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern. Nun ist es Tatsache: Ralph Grosse-Bley verlässt seinen Posten als «Blick»-Chefredaktor, und zwar «aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der Weiterentwicklung und Organisation des Newsrooms der Blick-Gruppe», wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Leitung des Boulevardblatts übernimmt interimistisch die 39-jährige Andrea Bleicher, bisher Ressortleiterin News im Newsroom der «Blick»-Gruppe und stellvertretende Chefredaktorin des «Blicks».

Siehe dazu auch:

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Unruhe scheint nach wie vor auch auf der Chefetage des «Tages-Anzeigers» zu herrschen: Nach den Abgängen von Andreas Dietrich und Markus Eisenhut wird auch der erst im November 2012 zum stellvertretenden Chefredaktor ernannte Newsnet-Chef Peter Wälty das Tamedia-Flaggschiff verlassen, um per 1. September 2013 als «Leiter Digitalentwicklung und stellvertretender Chefredaktor der konvergenten Redaktion» zu «20 Minuten» zurückzukehren. (Medienmitteilung)

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)