Magerkur bei der NZZ-Mediengruppe

‹sarkasmus›

Am 2. März 2016 wurde «NZZ Campus», das Studentenmagazin aus dem Hause NZZ, «in frischem Design, mit neuen Rubriken und Autoren» neu lanciert. Steven Neubauer, Geschäftsführer NZZ Medien, in der damaligen Pressemitteilung:

«Wer Zugang zu künftig konsumstarken und karriereorientierten Kundenkreisen sucht, kommt an ‹NZZ Campus› nicht vorbei».

Offenbar schon, wurde am 27. Oktober 2016 doch die Einstellung der «Plattform für Studierende und Hochschulabsolventen» bekanntgegeben. Derselbe Steven Neubauer dazu:

«Das Magazin hatte im Werbemarkt nicht den gewünschten Erfolg. Zudem blieb der Transfer von ‹NZZ Campus› zur ‹Neuen Zürcher Zeitung› und zur ‹NZZ am Sonntag› hinter den Erwartungen. Um Studierende und junge Leserinnen und Leser an unsere journalistischen Kernprodukte heranzuführen, müssen wir andere Formate entwickeln.»

Ein MBA dürfte der einen oder anderen Führungskraft an der Falkenstrasse vermutlich nicht schaden. Oh!

Da MBAs, Filmfestivals und andere Steckenpferde aber schliesslich auch finanziert sein wollen, ist ab und an der Verkauf von etwas Tafelsilber angesagt (für weitere Hobbies gibt’s dann ja immer noch die eine oder andere Immobilie). Und so hat sich die NZZ-Mediengruppe gestern folgerichtig von der Diät-Plattform «eBalance» getrennt, zumindest bis vor kurzem dem Vernehmen nach einer der wenigen Geldbringer im digitalen Bereich (Medienmitteilung).

‹/sarkasmus›

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

2 Bemerkungen zu «Magerkur bei der NZZ-Mediengruppe»

  1. Alumnus turicensis:

    Konsumstarke und karriereorientierte Studis gibt es zweifellos. Aber niemand, den man ernst nehmen konnte, hat dieses Campus-Geschwafel jemals gelesen oder wird ihm auch nur eine Träne nachweinen.

  2. All die überflüssigen immergleich gebürsteten langweiligen innovationsfreien Hochglanz-Manager-Magazine alle einstampfen. Mit dem Geld neue Ideen finanzieren!

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