Nachgeholt: Tamedia baut weiter ab

Die Tamedia-Sparwelle bewegt sich von Westen allmählich Richtung Osten. Nach «24 heures» und «Tribune de Genève» (s. hier) ist nun die «Berner Zeitung» an der Reihe, die ihren Personalbestand um 3,4 Vollzeitstellen reduzieren muss; fünf Kündigungen sind die Folge. Vorgesehen sind ferner «freiwillige Pensenreduktionen, die Neuverhandlung von Agenturverträgen, die Reduktion von Spesen oder die Verschlankung von Produktionsabläufen», wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer vor rund zehn Tagen gegenüber «persoenlich.com» verlauten liess.

Auch noch weiter östlich, nämlich beim «Tages-Anzeiger» und bei der «Sonntagzeitung», soll das Redaktionsbudget gekürzt werden, und zwar um 12 Prozent, wie die Konkurrentin «Schweiz am Sonntag» zu wissen glaubt (via «persoenlich.com»). Dies soll unter anderem über eine «umfassend ausgebaute Kooperation mit der ‹Süddeutschen Zeitung›» erreicht werden. Gegen eine jährliche Pauschale von «deutlich über einer Million Franken» sollen sich die Tamedia-Flaggschiffe künftig à discrétion am Inhaltstopf des Münchner Blatts bedienen können, was vor allem die Auslandressorts der beiden Zeitungen treffen dürfte.

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

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