NZZ-GV: Viel Lärm … und alles bleibt beim alten

Etienne Jornod bleibt Verwaltungsratspräsident der AG für die Neue Zürcher Zeitung und muss sich − entgegen dem Wunsch der «Freunde der NZZ» − wie seine anderen VR-Kolleginnen und Kollegen weiterhin nur alle vier Jahre einer Wiederwahl stellen − ungeachtet des Somm-Debakels und trotz Schliessung der Druckerei in Schlieren. Dies das Ergebnis der offenbar recht lebhaften NZZ-Generalversammlung vom vergangenen Samstag.

Ohne Wirkung blieb übrigens auch das von ehemaligen «NZZ»-Mitarbeitern verfasste Flugblatt (PDF), das die Aktionäre zur Abwahl der Führung des Unternehmens aufforderte:

«Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Nehmen Sie Ihre Verantwortung als Besitzerinnen und Besitzer der NZZ wahr. Verwaltungsrat und Unternehmensleitung verdienen Ihr Vertrauen nicht mehr. Diese Organe haben das einstige Flaggschiff der Schweizer Presse in eine Krise geführt, es der Lächerlichkeit preisgegeben und unverantwortbaren Risiken ausgesetzt . Verweigern Sie den beiden Führungsgremien die Entlastung, verhindern Sie die Wiederwahl des VR-Präsidenten, fordern Sie eine ausserordentliche GV und beauftragen Sie einen neuen Verwaltungsrat, dem CEO für dessen Verdienste zu danken und ihm eine politische Laufbahn in seiner Heimat zu ermöglichen. Die NZZ kann sich eine solche Führung nicht länger erlauben. »

Auch die kritischen Voten der «NZZ»-Urgesteine Reinhard Meier und Max Frenkel vermochten am Status quo nichts zu ändern:

Alles bleibt, wie es ist.

Siehe dazu auch:

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

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