1000 Zeichen für den Frieden

Lange haben sie gestritten, die Verleger und die SRG, nun hat der Bundesrat entschieden. Aus einer Medienmitteilung des Bakom:

«Nachdem sich die SRG und die Verleger über eine gemeinsame Nutzung des Internets nicht einigen konnten, hat der Bundesrat im letzten Herbst am Werbe- und Sponsoring-Verbot der SRG im Internet festgehalten, der SRG aber eine Lockerung im inhaltlichen Bereich in Aussicht gestellt. Die verabschiedete Regelung lässt der SRG dort mehr Freiraum, wo die Online-Inhalte einen Bezug zu ausgestrahlten Sendungen haben, ist aber dann restriktiver, wenn ein solcher Bezug fehlt. […]

Die revidierte SRG-Konzession verlangt, dass insgesamt drei Viertel aller Texte im Internet direkt mit audiovisuellen Inhalten (Audios/Videos) verknüpft sind. Weisen Texte einen Bezug zu einer Sendung auf, so muss dieser klar deklariert werden. Texte in den Bereichen News, Sport und Lokales/Regionales, die keinen Sendungsbezug haben, dürfen maximal 1000 Zeichen umfassen.»

Und alle − Verleger und SRG − sind offenbar zufrieden.

Erbsenzähler gibt es ja bereits in rauhen Mengen. Nun dürfte aber auch die Zunft der Zeichenzähler einen ungeahnten Aufschwung erleben.

Siehe dazu auch:
Von Leerschlägen und presseähnlichen Newsportalen
Kindergartenspiele
Roger de Weck schlägt Verlegern «Trendlabor Medienzukunft» vor
Kalter Nescafé
Ein meritorisches Gut?
«Online ist grundsätzlich Privatwirtschaft»

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

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