«NZZ»-Paywall

Nun ist sie da, die «metered Paywall» von NZZ.ch:

«Am gestrigen Dienstag hat die Neue Zürcher Zeitung wie angekündigt ihr Digital-Abonnement auch auf NZZ.ch lanciert. Damit können Nutzerinnen und Nutzer die Website in vollem Umfang nur noch mit einem Abo nutzen.

Eine Grundnutzung bleibt jedoch für alle kostenfrei: Für bis zu 20 Artikel pro Monat, für Zugriffe von gewissen Social-Media-Diensten sowie für alle Übersichtsseiten und Service-Inhalte ist kein Abonnement nötig. Auch die Registration, zu der nach 10 gelesenen Artikeln pro Monat aufgerufen wird, und mit der individuelle Dienste wie Merkliste oder Newsletter genutzt werden können, bleibt kostenlos.»

Nach dem Aufruf von zehn Artikeln sieht das dann z.B. so aus:

Ein Online-only-Jahresabo kostet Fr. 428.-. Für Abonnenten der gedruckten Ausgabe bleibt der Zugang gratis – und das ist vermutlich auch richtig so. Printabonnenten wollen bis auf weiteres gehegt und gepflegt sein, denn – und ich wiederhole mich – «Digital Gains Can’t Make Up for Print Losses», just yet.

Wer nun denkt, die halbe Schweiz würde jetzt zur Kreditkarte greifen, dürfte sich aber täuschen, lässt sich dem Vernehmen nach doch nur ein (sehr) kleiner Teil der NZZ.ch-User mehr als 20 Artikel/Monat anzeigen (s. dazu hier). Der Rückgang von Traffic und Werbeeinnahmen dürfte sich deshalb in engen Grenzen halten (so es denn überhaupt zu einem Rückgang kommt); die zusätzlich generierten Aboerträge indes vermutlich auch (s. dazu hier und hier). Und das weiss man auch im Hause NZZ. Wie hiess es doch vor Jahresfrist in einer Medienmitteilung von NZZ-Netz so schön:

«Der Vorteil dieses Modells ist, dass die meisten User die ‹Paywall› nie sehen, weil sie unter dem Schwellwert bleiben. Die ‹New York Times› ist mit diesem im März 2011 eingeführten Modell sehr erfolgreich und musste keinen Rückgang der Reichweite verzeichnen

Siehe auch:

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

7 Bemerkungen zu ««NZZ»-Paywall»

  1. Dank dem Chronisten fürs saubere Nachführen.

    Schaunmermal, was passiert.

  2. Bert:

    In Safari einfach im Menü „Safari zurücksetzen“ anklicken und dann die Webseite-Daaten und den Verlauf leeren und weiter geht’s. Ich bin übrigens Abonnent der internationalen Ausgabe und werde das auch bleiben.

  3. Pingback: blogthek - NZZ online neu mit Paywall

  4. Paul:

    Wieso die Mühe, einfach Javascript ausschalten und schon kann man alles lesen #Dilettanten

  5. Pingback: Paying for What Was Free: Lessons from the New York Times Paywall « kritikasterblog

  6. Hans:

    Mit deaktiviertem Javascript lassen sich die Artikel, wie Paul schreibt, problemlos lesen. Lediglich auf die Kommentare muss man verzichten.

    Der Grund liegt vermutlich darin, dass so der Google crawler, der die Seiten indexiert, auf keine Paywall stossen darf, denn die „qualitäts“ Medien wollen natürlich „dä Foifer und s’Weggli“.

  7. Pingback: NZZ online neu mit Paywall | digithek blog

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