Paywall überall – ämel fascht

Die «NZZ» will es ganz bestimmt tun, der «Tagi» lässt es «intensiv prüfen», und nun liebäugelt auch noch der «Blick» damit – mit der Einführung einer Paywall, nämlich. Die «Sonntagszeitung» vom vergangenen Wochenende weiss jedenfalls zu berichten (Artikel online nicht frei zugänglich):

«Wer im Internet Artikel der Zeitungen ‹Blick› oder ‹SonntagsBlick› lesen will, muss künftig dafür bezahlen. Beim Medienhaus Ringier ist die Entscheidung gefallen, an der Dufourstrasse wird eifrig an einer Bezahlschranke für die ‹Blick›-Titel im Netz gearbeitet. […] Favorit ist das ‹Freemium›-Modell: Die Basisdienste auf der Website werden gratis sein, während für Eigenleistungen der Newsroom-Journalisten bezahlt werden muss.»

«Rückkehr zur Vernunft – oder was die grossen Medienhäuser (endlich auch) machen, kann doch wohl nicht falsch sein, […]», twitterte darauf Google-Killer Norbert Neininger – allerdings nicht ohne vorsichtig anzufügen: «oder?…»

«20 Minuten» (und damit Tamedia) wird’s jedenfalls freuen.

Update: Scheint ein Trend zu sein ;-): Newspaper Paywalls Accelerating («Ebyline Blog»):

«Metered models and discounts for print subscribers are among the leading trends for newspapers across the U.S. during the past 18 months, as news organizations increasingly look to paid online subscriptions to pay their bills. Although variations exist and experimentation continues, Newspaper Association of America figures show the metered model with limited free online access has been adopted by 84% of papers in NAA’s [Newspaper Association of America] database.» [Abstract: «SmartBrief», American Press Institute]

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

2 Bemerkungen zu «Paywall überall – ämel fascht»

  1. Stutzmuur:

    1) «Artikel online nicht frei zugänglich)» –> das kann man mit einem netten Tweet an @KueddeR in der Regel ganz rasch ändern. ;-)
    2) Der Blick hinter einer Paywall … na ja, wer weiss, vielleicht gibt es ein paar Opis, die nicht wissen, wie man mit Google nach blutten Frauen sucht und die ein paar Franken pro Monat abdrücken.
    3) Ich bin sicher, dass die von Paywalls eingehegten Websites rasch Leser verlieren, was dann die ideale Ausgangslage für einen vifen Player schafft, der grad äxtra alles gratis anbietet. Die Illusion, für Qualität Geld verlangen zu können, hatte man letztmals vor dem Gratiszeitungskampf im Print.

  2. Pingback: Medienkritik im Internet | SILVER TRAIN

Bemerkung anbringen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *