Eine Lanze für die Journalisten

Seit einigen Wochen ist wieder einmal ein heftiges Medien-Bashing im Gang. Diese hätten in letzter Zeit über nichts anderes mehr berichtet als über die Bundesratswahlen. Jeder Strohhalm sei zum Mammutbaum emporgeschrieben worden, jedes Gerücht habe man zehnmal umkreist und beleuchtet, die Sonntagszeitungen hätten bundesrätliche Knallfrösche am Laufmeter produziert, die bereits am Mittag des siebten Tages erledigt gewesen seien.

Es sei schrecklich, wie provinziell sich die Schweizer Zeitungen um diese Nebensächlichkeit im Bundeshaus die Finger Wund schrieben, lautete der gängige Vorwurf, wo doch Europa seine grösste Krise seit Gründung der EU erlebe. «Was für eine Aufregung um die Bestellung eines Gremiums, das am Ende fast ganz das alte ist», schrieb der ehemalige Chefredaktor Gottlieb F. Höpli am 18. Dezember in der «NZZ am Sonntag».

Es ist schlimm genug, dass immer mehr gute und altgediente Journalisten in die Kommunikations- und PR-Branche wechseln, anstatt den Jungen weiterzugeben, was gutes Handwerk ist. Schlimmer aber ist, wenn ehemalige Redaktionschefs aus dem sicheren Hort einer pensionsgestützten Publizistiktätigkeit zu Medienschelten ausholen. Vor ein paar Jahren noch wären sie froh und dankbar gewesen, einige der gerügten journalistischen Tischbomben wären in ihrer Zeitung geplatzt. Denn man lässt sich gerne zitieren und freut sich über jede Presseschau, auch wenn die journalistische Halbwertszeit nicht immer die längste ist. So aber verbünden sich leitende Medienschaffende, die in der Öffentlichkeit über eine hohe Reputation verfügen, mit den Professoren und Experten, die schon lange die journalistische Endzeitstimmung besingen. Das ist eine gefährliche Entwicklung, ja, Branchen-Masochismus pur.

Die Kritik an den Journalisten zielt auch aus einem anderen Grund daneben: Das überbordende Interesse an diesen Bundesratswahlen war vor allem auf ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis der Parlamentarier, der Fraktionen und der «Königsmacher» zurückzuführen. Man nahm sich Journalisten gezielt zur Brust, um mögliche und unmögliche Szenarien zu testen, um Versuchsballone zu starten und um die Stimmung auszuloten. Den Begriff der Konkordanz – das helvetische Unwort des Jahres – haben die Politiker kreiert und malträtiert und beständig mit der Zauberformel verwechselt.

Viele «Beobachter» haben auch resigniert festgestellt, dass Bundesratswahlen vor zehn Jahren noch viel ruhiger und mit weniger medialem Wind vonstatten gagangen seien. Das ist tendenziell richtig. Aber damals haben die Medien auch kaum Nachrichten bekommen. Die Politiker haben geschwiegen, ihre Päckli vorbereitet und am Schluss gewählt. Heute sind es nur noch die über 90-Jährigen, die, wie ein Helmut Schmidt, sagen: Basta, ich sage nichts! Aber auch da ist viel Verklärung dabei: Vor der Wahl von Otto Stich und vor der Wahl von Elisabeth Kopp entstanden erhebliche Medienwirbel, ganz ähnlich wie im Fall Zuppiger.

Apropos Zuppiger: Eine gezielte und gute Recherche hat dieser Kandidatur ein Ende bereitet, und dies sicherlich nicht zu unrecht. Die SVP hat danach den Tritt nicht wiedergefunden, was erheblich zur Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf beigetragen haben dürfte. Und im gleichen Zeitraum ist Christoph Blochers Basler Bombe geplatzt. Beides waren erstklassige journalistische Leistungen aus dem Lehrbuch mit einer ganz erheblichen Breitenwirkung. Wer bitte will hier behaupten, der bundespolitische Journalismus in der Schweiz sei ein langweiliger, gehypter Einheitsbrei?

Andrea Masüger ist CEO der Südostschweiz Medien.

von Andrea Masüger | Kategorie: Mediensatz

12 Bemerkungen zu «Eine Lanze für die Journalisten»

  1. Ich will nicht beurteilen, ob die Berichterstattung zu den Bundesratswahlen übertrieben oder angemessen war, aber die Verteidigung scheint mir jedenfalls nicht gelungen. Wenn die Medienschelte von ehemaligen Redaktionschefs betrieben wird, die es möglicherweise nicht anders gemacht haben und hätten, ist das vielleicht stillos, aber diskreditiert noch nicht den Inhalt der Schelte. Und das Rauschen in den Medien auf zugenommenes Rauschen seitens der politischen Akteure zurückzuführen, ist auch keine gute Entschuldigung, sondern wäre im Gegenteil gerade der Kritikpunkt: das Versagen der Filterfunktion.

  2. Zu:

    „Das überbordende Interesse an diesen Bundesratswahlen war vor allem auf ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis der Parlamentarier, der Fraktionen und der «Königsmacher» zurückzuführen. Man nahm sich Journalisten gezielt zur Brust, um mögliche und unmögliche Szenarien zu testen, um Versuchsballone zu starten und um die Stimmung auszuloten.“

    Das klingt für mich eher bedrohlich als beruhigend. Je mehr Druck also Parlamentarier, PR-Leute und angebliche „Königsmacher“ auf Journalisten ausüben, desto mehr wird über sie berichtet? Müssten nicht Journalisten immun sein gegenüber irgendwelchen Zückerchen, die ihnen von der Gegenseite, die man als Journalist distanziert und kritisch zu beobachten hat, gereicht werden? Es kann doch nicht sein, dass das von Exponenten dieser Gruppen aufgeführte Theater automatisch zu mehr Berichterstattung führt, oder etwa doch?

    Zum Fall Zuppiger: Gar nichts gegen die Fähigkeiten und Leistungen von Urs Paul Engeler, aber was Sie „eine gezielte und gute Recherche“ nennen, war vielleicht auch einfach eine (passiv erhaltene) Information zur rechten Zeit. Unter einer „Recherche“ stelle ich mir etwas anderes vor.

    Und „Christoph Blochers Basler Bombe“? Ging es da nicht ziemlich lange, bis die Fakten auf dem Tisch waren? War es für den Medienkonsument nicht sehr schwierig, herauszufinden, was überhaupt wahr ist? Waren nicht auch offensichtlich haltlose Gerüchte dabei, wie zum Beispiel die angebliche Medienholding von BAZ, Weltwoche und Schaffhauser Zeitung?

    Sowas nennen Sie „erstklassige journalistische Leistungen aus dem Lehrbuch“? Warum eigentlich?

  3. Fred David:

    @) Andrea Masüger: Sorry, aber mich irritieren solche Disproportionen in der Wahrnehmung des hiesigen Journalismus ähnlich wie den Kollegen Höpli (einer der wenigen Vorteile des Alters ist es, dass man immer weniger Rücksichten zu nehmen braucht, weil die finanziellen Abhängigkeiten einem – hoffentlich – schnuppe sein können; diesen Vorteil koste ich in der Tat auch aus).

    Beispiel: Muss mir sowas im Einzelnen das Bundesgericht (!) aufdröseln und warum nicht das Heer der durch die Flure der Heiligen Hallen wuselnden Bundeshausjournalisten? http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Bundesrat-verletzte-die-Abstimmungsfreiheit-krass-/story/10452164 Oder auch mal ein Chefredaktor 5-spaltig auf der Frontseite.

    Natürlich gab es hier und da ein Artikeli oder ein Kommentärli dazu, aber es blieb nichts hängen und es bewirkte nichts. Wenn man für solche klaren Ansagen wirklich das Bundesgericht bemühen muss, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht.

    In der Schweiz fehlt eine institutionalisierte Opposition, die aufpasst. Alle löffeln sie im gleichen Musstopf. Das müssen Journalisten nicht auch noch tun. Sie müss(t)en einen Teil dieser hartnäckig dranbleibenden Opposition darstellen, egal von welcher politischen Richtung.

    Der Kollege Urs P. Engeler erzählte in einem Interview (leider kein Link vorhanden), manchmal habe er in seinem Bundeshausbüro die Tür offen und da höre er, was die Kolleginnen und Kollegen sich tagtäglich über den Flur zurufen, und wie sie ihre Themen und Einschätzungen abstimmen und dann käme am Ende eben das Erwartbare, abgesehen von Nuancen überall fast Gleiche heraus.

    Danach gehe man zusammen Mittagessen , und nochmal werde alles durchgemust. Wer das Spiel nicht mitmache, mit dem gehe man dann nicht mehr Mittagessen undsoweiter. Vielleicht trifft die knappe, wohl bezeichnende Milieustudie zu, vielleicht aber auch nicht.

    Die Leute aus dem „Milieu“ können sich ja hier melden.

    @) Ronnie Grob: Die politischen Kommentare von Engeler finde ich öfter mal grässlich. Aber die Abzupper-Story war handwerklich sauber. Natürlich kann man so etwas nicht recherchieren, ohne die entscheidenden Schlüsseldokumente zugespielt zu bekommen, aus welchen Interessen auch immer. Das geht gar nicht anders, sonst steht man als Journalist auf verlorenem Posten. Aber es braucht dann eben schon die professionelle Nachrecherche. Von selber wird sowas nicht wasserdicht. Und: Man muss von Informanten als dazu in der Lage angesehen werden, so etwas durchzuziehen.

    Man muss Engeler nicht gleich mit Lobeshymnen zuschütten, aber solides Handwerk war es – und übrigens auch ein notwendiges: Ein BR Zuppiger wäre nicht nur, aber ganz besonder für die SVP zu einem GAU geworden, denn die Abzuppereien hätten niemals unter dem Deckel gehalten werden können. Noch schlimmer: Er wäre erpressbar geworden.

  4. Fred David:

    …noch ein Beispiel möchte ich nachtragen, wie bundesbernischer Journalisten-Mainstream entsteht – und wirkt: Nach der Bundesratswahl redeten und schrieben plötzlich alle von einer „Mitte-links-Regierung“, obwohl das schon rein arithmetisch erkennbar absurder Unsinn ist, ebenso politisch. Irgendwer hat das „Mitte-Links“-Geschwätz in die Welt gesetzt, und schon schwätzen es alle nach.

  5. Ich bin mit Ronnie Grob einverstanden: Handwerk in Ehren – aber der Grund, weshalb Zuppiger seine Kandidatur zurückziehen musste, war meiner Meinung nach nicht eine Recherche, sondern das Interesse von Geschädigten, dass Zuppiger nicht Bundesrat werden dürfe. Als sie bei der Parteiführung keinen Erfolg hatten, wendeten sie sich an die Weltwoche. Gegen den Artikel von Engeler gibt es gar nichts einzuwenden – aber sie ist nicht ein Beispiel, mit dem man das gute Funktionieren der Medien belegen könnte. (Es gibt wohl kaum eine Journalistin oder einen Journalisten in der Schweiz, die oder der diese Geschichte nicht hätte machen können.)

  6. Skepdicker:

    @ Fred David: Der absurde Unsinn von der angeblichen „Mitte-links-Regierung“ ist wohl auf dem Mist einer hinlänglich berüchtigten Wochenzeitung gewachsen. Für einen rechtsnationalen Schreiberling von Tettamantis und Blochers Gnaden steht natürlich alles links, wo nicht SVP drauf steht: http://www.woz.ch/artikel/2011/nr50/schweiz/21528.html.

  7. das innenpolitische jahresendrally war tatsaechlich ein aussergewoehnlich spektakulaerer jahrgang. dennoch finde ich auch, dass herr masueger hier auf hohem niveau jammert. bekannt kommt mit auch der ton vor: medienkritik = bashing.

    und ja, ich finde es auch ein jammer, dass altgediente schurnis zunehmend in die pr branche abwandern. aber vielleicht liegt das ja auch daran, dass es die verlage schlicht versaeumen, ihre kluegsten koepfe mit adaequaten vertraegen auszustatten.

  8. Markus Schär:

    Was Fred David aus einem Interview mit UPE zitiert, habe ich in eine Facebook-Debatte (bei Matthias Daum) über dasselbe Thema eingebracht. Ich wollte mit UPE, der am DIenstag den offiziell letzten Arbeitstag hatte, schon vor einem Monat für den „Schweizer Journalist“ ein grosses Interview machen, weil er 28 Jahre lang den Berner Filz im Wandel (von rechts nach links) beobachtet und als Solitär so viele Skandale wie alle anderen zusammen aufgedeckt hat. Er zierte sich – wobei man bei UPE nicht sagen kann, was Pose und was Haltung ist.

    Als ihn dann die SJ-Leser völlig verdient (endlich) zum „Journalisten des Jahres“ wählten – gemäss Markus Wiegand auch Leute, von denen er es nie erwartet hätte -, kam das Interview doch noch zustande. Es dürfte in zwei Wochen erscheinen – ich würde es gerne auch hier zur Diskussion stellen, weil es wirklich um grundsätzliche Fragen unseres Berufs geht.

    Der Abschnitt über den Fall Zuppiger (wo ich auch an eine Verschwörung glaubte):

    Was spricht im Fall Zuppiger gegen eine Verschwörungstheorie?

    Alles. Man muss sich ja fragen: Wem nützt das? Die Geschichte nützte niemandem ausser der „Weltwoche“, und die bekam noch Abbestellungen.

    Wollte Blocher nicht einfach keinen SVP-Bundesrat ausser sich selber?

    Er sieht doch uralt aus in dieser Geschichte. Wenn er der Drahtzieher gewesen wäre, müsste man ihn ja bevormunden.

    Das ist nicht auszuschliessen.

    Das kannst du sagen. Ich hörte auch die Theorien, die Geschichte komme von der Linken, vom welschen SVP-Kandidaten Jean-François Rime oder sogar von Hansjörg Walter – er wohnt schliesslich in der Nachbargemeinde von Ettenhausen, wo ich herkomme. Ich schrieb aber schon eine Woche vor dem finalen Artikel eine Geschichte über die fragwürdigen Geschäfte von Zuppiger. Darauf bekam ich aus heiterem Himmel einen Anruf, es gebe Material, das ihn stärker belaste. Natürlich kann man nie ausschliessen, dass man als Journalist an einem Faden hängt – aber in dieser Geschichte habe ich ein total gutes Gewissen.

    Lassen sich überhaupt noch Geschichten finden, die einem niemand in seinem Interesse steckt?

    Ja, diese Chance gibt es. Vielfach erhält man natürlich einen Tipp. Man muss die Information einfach journalistisch sauber abklären und darf sich auch nicht dem Informanten ausliefern. Aber es gibt auch das Umgekehrte. Die Enttarnung des Chefs der Geheimarmee P26 stellte ich mir selber als Aufgabe – ich brauchte am Schluss nach unzähligen Gesprächen und aufwendigen Recherchen in Wirtschaftsdatenbanken nur eine kleine illegale Information, um den Namen herauszufinden. Es ist durchaus möglich, eigene Geschichten zu machen, ausgehend einfach vom Interesse, eine Person, ein Unternehmen oder einen Vorgang genauer anzuschauen. In zwei von drei Fällen, würde ich sagen, rentiert es sich, die Geschichte hinter der Geschichte zu machen.

    Kann man überhaupt noch so arbeiten wie du?

    Was spricht dagegen? Das ist doch das Normalste für einen Journalisten. Es braucht manchmal einfach etwas Mut, um das zu machen – da muss man durch.

  9. passt irgendwie zum thema:

    ein aktuelles ereignis, das in diesen tagen von den medien unnoetig hochgekocht wird, ist der tod von kim dings in nordkorea. eine einschaetzung zu diesem medien hype findet sich hier:
    http://www.freitag.de/politik/1150-den-hat-der-teufel-geholt

  10. Fred David:

    @) Skepdicker: Egal aus welcher Richtung: Erkennbarer Unsinn bleibt erkennbarer Unsinn. Fehleneinschaetzungen sind ideologieunabhaengig. Man muss nicht ueber alles und jedes eine enge Ideologiekappe ziehen.

    @) Markus Schaer: Ich bin auf deinen Diskussionsbeitrag zufaellig gestossen, sehr interessant, fand allerdings den Link nicht mehr. Danke fuer den Hinweis, ich denke Medienspiegel-User interessiert das Interview auch noch in zwei Wochen. Vielleicht regt das ja dann die Diskussion an. Wenn’s ums eigene Gewerbe geht, scheint die Diskussionlust von Journalisten ja schlagartig nachzulassen.

  11. Apropos Medien-Bashing: Ich hoffe, den Medienkritikkritikern ist der letzte Artikel von Beat Waber nicht entgangen. Ich zitiere:

    Eine Medienkritik, welche Fehlleistungen schonungslos thematisiert und so zur Qualitätssteigerung beitragen könnte, ist hierzulande nahezu inexistent. Erfolgt sie einmal doch, sei es von den wenigen Medienjournalisten, die es noch gibt, oder von einem professoralen Beobachter, reagieren Medienleute pikiert und tun die Kritik als verpönte Kollegenschelte ab.

    Man kann nur vermuten (und Vermutungen als „Beweise“ sind ja mit der epidemieähnlichen Verbreitung des Weltwochen-Journalismus‘ legitim), dass Waber aufgrund von internen Differenzen noch eine neue Stelle angenommen hat. Der neue Führungsstil der NZZ stösst (wie auch Leserbriefe belegen) zunehmends auf Widerspruch.

    Der Chefredaktor hat offenbar die Mission, seine Weltanschauung bis ins Feuilleton (z.B. «Paternalismus und Ökodiktatur») hinein zu verbreiten. Dem Inland-Ressort hat er eingepeitscht, dass man auch in neutralen Artikeln werten und abwerten muss (siehe z.B. «Etikettenschwindel» zur städtischen GLP: „Kuschelei mit den Sozialdemokraten“, „der Begriff «grünliberal» ein Etikettenschwindel“, bürgerliche Mehrheiten zu bilden im Stadtparlament schwerer „keine Entschuldigung für andauernde Seitenwechsel“). Tritt er am Fernsehen («NZZ-Standpunkte») auf, sieht man einen Mann, der gelegentlich einschläft, wenn ihm das Gegenüber nicht passt. Zurzeit beschäftigt er sich mit neuen (und überflüssigen) Design-Ideen. Womit haben die NZZ-Leser das verdient?

  12. Thomas Läubli:

    Nachdem fairerweise je ein Artikel zu Pro und Contra bezüglich Buchpreisbindung erschienen ist, publiziert die NZZ heute wieder einen nicht als solchen gekennzeichneten Meinungsbeitrag von René Zeller: «Zurück zum Bücherkartell?» Er belehrt uns gleich zu Beginn: «Gegen Bücher ist nichts einzuwenden – wohl aber gegen einen kartellistisch festgezurrten Büchermarkt. Darum geht es am 11. März, nicht um das Buch an sich.» Die folgenden Zeilen sind gespickt mit polemischen Bemerkungen bis zur Heroisierung der Befreiungskämpfer: «Ein Gesetz, das derart freihändig verabschiedet wird, ist suspekt. Dies erkannte die junge Garde von FDP, SVP und Grünliberalen.» Solcher Weltwochen-Journalismus ist einer NZZ nicht würdig, Herr Spillmann!

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