Von Warenhausbotschafterinnen und «NZZaS»-Redaktorinnen

Aus dem «Klein Report»:

    «Fiona Hefti wird Botschafterin von Jelmoli
    […] Den Kundinnen und Kunden von Jelmoli werde Fiona Hefti als Model und Moderatorin begegnen, heisst es in der Mitteilung der beiden vom Dienstag.»

Nach Stil-Redaktorin beim Qualitätsblatt «NZZ am Sonntag» und Waschmaschinenexpertin bei Schulthess nun also auch noch Detailhandelsfachfrau – und das alles in Personalunion, wohlverstanden!

Siehe dazu auch:
Von Waschmaschinen und «NZZaS»-Redaktorinnen

Update: Der infame patpatpat meint seufzend: «O tempora, o mores!»

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

6 Bemerkungen zu «Von Warenhausbotschafterinnen und «NZZaS»-Redaktorinnen»

  1. Tanja Darkmeier:

    Personalunion? Das ist falsch. Fiona Hefti fängt bei Jelmoli an, nachdem sie die NZZaS verlassen hat. Die Qualität dieses Blogs lässt zu wünschen übrig.

  2. @Tanja Darkmeier: Wenn dem so ist, nehme ich meine „Giftelei“ selbstverständlich zurück – wobei diese ja eher gegen die NZZaS-Verantwortlichen gerichtet ist.

    Auf „NZZ Online“ taucht Frau Hefti im Impressum zurzeit aber immer noch auf. Pflichtbewusst habe ich mich vor der Veröffentlichung dieses Eintrags übrigens auch noch bei einem/r NZZ-MitarbeiterIn erkundigt. Ihm/ihr war nichts Gegenteiliges bekannt.

    Sooo schlecht ist dieser Blog also auch wieder nicht ;-)

  3. Momentmal:

    Fionas ehemaliger Chef, Stilpapst Jeroen van Rooijen, ist inzwischen Markenbotschafter für einen grösseren Automobilhersteller. „He enjoys living for the moment.“ http://gentlemancamper.blogspot.com

  4. Fred David:

    Markenbotschafter? Manchmal denkt man, man ist im Wald. Fallen die Leute auf solchen Blödsinn wirklich herein?

    Was tut ein Markenbotschafter, der vorher vööööööllig unabhängiger Journalist gewesen ist? Eröffnet er eine Botschaft in den Redaktionen, für die er vorher tätig war?

  5. Der Job als Botschafter(in) ist sicher wesentlich besser bezahlt als die Arbeit in der Redaktion. Ich überleg mir schon mal, von was ich Botschafter werden könnte. Vielleicht Botschafter von Kalifornien? Oder doch eher Botschafter der Papierindustrie?

  6. Cornichon:

    Fiona Hefti ist ein sehr netter und sympathischer Mensch. Nichts gegen sie persönlich. Aber als «Journalistin» hat sie sich weiss Gott nicht profiliert. Ihre Texte waren doch sehr gähn. Ich staune, wie lange sie sich bei der Sonntags-NZZ halten konnte. Nun ja, vielleicht ist ihr Wechsel ja ein Zeichen dafür, dass man bei der NZZ wieder ein wenig mehr auf fachliche Kompetenz achtet.

    Und ad «Markenbotschafter»: Ich persönlich glaube, dass viele Leute imstand sind, ihre Wasch- oder Kaffeemaschine auch ohne den liebevollen Sukkurs von Rotsch oder Fiona zu kaufen. Vermutlich ist diese Unsitte den Marketingleitern geschuldet, die sich von gelangweilten Werbern einreden lassen, ein «Markenbotschafter» sei noch immer DAS Kaufargument für Ottilia Normalverbraucher. Süss.

Bemerkung anbringen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *