SRG: Habemus papam!

Der neue SRG-Generaldirektor heisst Roger de Weck. Dies teilt die SRG SSR idée suisse in einer Medienmitteilung mit. Der «Sternstunde»-Moderator und vormalige «Tagesanzeiger»- und «Zeit»-Chefredaktor wird das neue Amt am 1. Januar 2011 antreten.

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

20 Bemerkungen zu «SRG: Habemus papam!»

  1. Fred David:

    Ich bin überrascht von der Wahl, und zugleich hin und her gerissen: Toll, dass es ein Journalist an die SRG-Spitze schafft. Der Abteilung Information kann es nur gut tun. Der Unterhaltung und dem Sport vielleicht etwas weniger. Man wird sehen.

    Auf alle Fälle ist es ein knallharter Manager-Job, in einer Phase, wo der SRG das Wasser finanziell am Hals steht und zusätzliche Einahmequellen nicht in Sicht sind. Und die etwas merkwürdige Fusion zwischen Radio und TV (mit womöglich viel geringeren Synergien als erwartet) versetzt diesen behäbigen Apparat mit seinem Pensionsanspruchsdenken in ziemlich heftige Unruhe. Da gibt es viele, viele Schützengräben, die nicht nur für jenen kaum überschaubar sind, der von aussen kommt.

    Ist Roger de Weck dieser knallharte Manager? Es wird ein „Ritt über den Bodensee“ (…eine Romangestalt, die über das dünne Eis des gefrorenen Sees galoppiert, jederzeit in Gefahr, einzubrechen und abzusaufen, aber doch mit der Chance, einigermassen heil ans rettende Ufer zu kommen, irgendwann).

    Jedenfalls Toi!Toi! Toi! So viel Mut verdient zunächst einmal einen grossen Strauss Vorschusslorbeer, was auch für die Berufungsjury gilt.

    Nach Tisch sind wir dann alle klüger.

  2. Martin:

    Immerhin erübrigt sich nun jede Diskussion über die politische Ausrichtung der SRG – mit De Weck hat sich die SRG selbst als links, heimatmüde und EUphorisch definiert.

  3. Fred David:

    @) Martin, ich denke, da überschätzest du die Tiefenwirkung eines SRG-Generaldirektors. Mit der Sicherung der SRG-Finanzierung und unternehmensstrategischen Fragen ist er schon ziemlich gut ausgelastet.

  4. Fred David:

    …übrigens ist es doch sehr erstaunlich, wie lange und wie absolut diese Toppersonalie unterm Deckel gehalten werden konnte, wo doch auch die geschwätzige Politik involviert war.

    Niemand was mitgekriegt? Nicht ein Lüftchen?

    Aber hallo, Wörld Siti Züri und gemächliches Bundesbärn!, wo sich die Damen und Herren Journalisten Tag und Nacht auf die Füsse treten, so eng ist es. Nichts herausbekommen? Kein Sterbenbswörtchen?

    Wenn sowas mitten im Medienzüri und Bundesbärn möglich ist, sind da noch ganz andere Dinge möglich, die man nie erfährt – oder erst dann, wenn’s mal wieder zu spät ist.

    Sorry, man macht sich halt so seine unflätigen Gedanken.

  5. @Fred David: Bitte, ein „knallharter Manager-Job“? Wenn die Einnahmenseite durch Gebühren gesetzt ist?

    Dass die Personalie niemand auch nur geahnt hat, wirft kein gutes Bild auf die Journalisten. Die Blogger waren ihnen in diesem Fall ebenbürtig. Ahnungslos alle. Nur eine kleine, eingeweihte Elite ist über alles informiert. Das ganze Wahlprozedere inklusive Ausgang verheisst keine guten Aussichten für die Zukunft. Das hätte alles auch transparent und demokratisch gelöst werden können.

  6. Ronnie Grob > Ich staune (einmal mehr) über Ihre Worte:
    – «Eine kleine Elite ist über alles informiert»: Was genau haben Sie gegen die Elite, und wer gehört dazu? Besteht die Elite nur aus kommunistischen Professoren, linken Lehrern und stalinistischen Journalisten? Gehören Dr. Blocher, Dr. Mörgeli, lic. phil. Roger Köppel und lic. oec. Filippo Leutenegger nicht zur Elite? Kann man sich vom schröcklichen Verdacht, der Elite anzugehören, freikaufen, indem man das Verbot von Burkas, Minaretten und Bärten verlangt?

    – «Das alles hätte transparent und demokratisch gelöst werden können»: Wollen Sie das Volk den SRG-Generaldirektor wählen lassen? Sind Sie sicher, dass dann Filippo den Job bekommen hätte?

    – Sie gehören offenbar auch zu denen, die die SRG zu links finden. Wie rechts muss denn die SRG sein, um Ihnen zu gefallen? Muss die SRG das Volk verhetzen im Weltwoche-Stil, damit Sie zufrieden sind?

  7. Fred David:

    @) Ronnie Grob: Das Wahlprozedere entspricht einem normalen Personalentscheid eines Verwaltungsrats für die Funktion eines CEO. Da muss nach aussen nichts transparent sein.

    Früher musste die Regierung die Wahl noch genehmigen – Staatsfernsehen eben. Heute ist das nicht mehr der Fall. Das ist auch gut so, denn es soll ein unternehmerischer und kein politischer Entscheid sein, wobei die Politik natürlich mitspielt, aber nicht mehr so stark wie früher.

    Man muss nicht um den heissen Brei reden: de Weck ist ein – parteiloser – Linksliberaler und bekennender Wechselwähler. Ideologen sehen jedoch anders aus.

    Dass man ihm in der öffentlichen Debatte nun zum Hauptvorwurf macht, er sei bisher ein vehementer EU-Befürworter gewesen, ist seltsam. Er hat meines Wissens keine Vergewaltigung begangen, sondern hat lediglich einen politischen Standpunkt. Den kann man teilen oder nicht. Dass er diesen Standpunkt nicht auf die SRG überträgt, darf man als selbstverständlich voraussetzen.

    Allerding , wenn man sich so durch einschlägige Blogs pirscht, gehen seine Kritiker völlig selbstverständlich davon aus, dass auf diese Position ein EU-Gegner gehört.

    Jedenfalls sind das deutliche Anzeichen, dass die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf allen Ebenen noch wesentlich heftiger werden. Bitte anschnallen!

    Drum ist es wichtig, dass Journalisten gerade im Sturm voll an Deck sind und hinter all die wasserdichten Abdeckplanen leuchten, auch wenn man sich gelegentlich dabei mal Hand und Fuss verstauchen kann.

    Seidenfoulards als Kleidungsstück eignen sich für diese Einsätze weniger. Man kann nass werden dabei.

  8. Gerhard Murnau:

    Meine Herren, ich bin erstaunt, dass Sie überhaupt noch auf Herrn Grob eingehen. Der schreit doch bei jeder Gelegenheit, er sei stolz, kein Journalist zu sein und hat seinen Komplex doch nicht überwinden können. Was kümmert uns sein Kommentar?
    Und zur Wahl von Herrn de Weck: Nach Jahren, in welchen die Manager mehr und mehr die Macht übernommen haben, ist seine Berufung ein Lichtblick für unseren Berufsstand. Ich finde es auch an der Zeit, dass sich das öffentliche Radio wieder lauter zu Wort meldet. Die grössten Hits der 60er, 70er, 80er und die aktuellen Staumeldungen kann heute jeder. Aber kluge Unterhaltung, harte Recherchen und originelle Töne bringen nur noch die wenigsten. Wenn die SRG diese Chance packt, wird man sie bald ernster nehmen als zu Herrn Walpens Zeiten. Viel ernster.

  9. Hanspeter Spörri:

    @Martin – „links, heimatmüde und EUphorisch“? Charakterisierst du so Roger de Weck? Das wäre mir dann schon etwas zu einfältig.

  10. Oliver:

    Ich weiss so oder so nicht, wieso die politische Ausrichtung von Herrn de Weck so eine wichtige Rolle spielt oder spielen soll – zumal er ja keine extremen Positionen vertritt.

    Als Generaldirektor der SRG obliegt de Weck in erster Linie die bertriebswirtschaftliche Führung eines Unternehmens mit 6000 Mitarbeitern. Für die Berichertstattung in den publizistischen Gefässen der TV- und Radiosender sind andere Leute verantwortlich.

    Und deshalb gehe ich auch nicht davon aus, dass die „Tagesschau“ künftig in jeder Ausgabe ein Lobgesang auf die EU anstimmen wird. Und nur weil de Weck „Intellektueller“ und „Publizist“ ist, werden „Happy Day“ oder „Benissimo“ auch nicht durch eine Sendung wie den „Weltspiegel“ ersetzt.

    Die grösste Herausforderung für den neuen Generaldirektor besteht darin, die SRG aus den roten Zahlen zu führen. Da gibt es drei Möglichkeiten:

    – er veringert die Ausgaben, in dem er Angebote streicht. Dabei sollte de Weck einfach beachten, dass selbst Spartenprogramme wie die „Musikwelle“ oder die „Swiss Satellite Radios“ ein vergleichbar grosse Anhängerschaft haben und enstprechende Proteste bei einer alfälligen Streichung dieser Angebote programmiert sind.

    – er verlangt eine Gebührenerhöhung. Das hat zum jetzigen Zeitpunkt politisch allerdings wohl keine Chance.

    – er nimmt mehr Geld durch Werbung ein, indem er beispielsweise darauf hinwirkt, dass die SRG im Online-Bereich Anzeigen schalten darf. Nur: Dann steigen die Verleger auf die Barrikaden.

    Ich wünsche jedenfalls viel Glück.

  11. Fred David:

    @) Gerhard Murnau: Endlich mal wieder ein Optimist!

    Aber was Ronnie Grob angeht, sind Sie etwas unfair. Natürlich kann man Journalisten kritisieren ohne Journalist zu sein, wobei ich von ihm als Blogger schon eine ganze Menge gelernt habe. Und er vielleicht auch ein bisschen von mir, obwohl ich nur Journalist bin. Blogger und Journalisten ergänzen sich gut, wenn sich beide respektieren – und hoffentlich auch gegenseitig kritisieren.

  12. @Oliver: Wer hat eigentlich die Platte aufgelegt, dass Gebührenerhöhungen politisch keine Chance hätten? Ich höre und lese das jetzt schon seit ein paar Jahren, weiss nur nicht woher es genau kommt. Auch die Sache mit der Onlinewerbung wird von einigen Verlegern schon eine Weile heisser gekocht, als die dadurch real zu befürchtenden sinkenden Werbeeinnahmen. Just a wild guess.

  13. Die Unterstellung, dass unter de Wecks Führung nun alle JournalistInnen der SRG plötzlich zu „EUphorikern“ werden sollen, scheint mir auch etwas gar weit hergeholt. Das wäre ja, wie wenn man Walpen vorwerfen würde, unter seiner Ägide sei nur noch positiv über den Kanton Wallis berichtet worden. Aber weder beim neuen Generaldirektor noch bei der überwiegenden Mehrheit der SRG-Mitarbeitenden handelt es sich schliesslich um Deppen.

  14. Fred David > «Blogger und Journalisten ergänzen sich gut, wenn sich beide respektieren – und hoffentlich auch gegenseitig kritisieren.» Schon. Aber leider sind viele Blogger wesentlich besser im Kritisieren als im Sich-Kritisieren-Lassen (ein Beispiel zeigt es so gut wie viele andere). Wenn Du Blogger öffentlich kritisierst, fühlen die sich ganz schnell furchtbar beleidigt, und dann geht es nicht lange, bis sie mit Zensurforderungen kommen. Deshalb sah ich mich gezwungen, mein eigenes Blog zu eröffnen, wo ich jetzt das Schaffen der einheimischen Blogger kritisch und ungestört würdigen kann.

    Und was ich von einem Blogger lernen soll, der mir weismachen will, die SRG sei links unterwandert, ist mir total schleierhaft. Eigentlich kann ich bei Ronnie Grob vor allem etwas lernen: Wie die Sympathie zur SVP bei diesem Blogger dazu geführt hat, dass sein Denken vorwiegend vorfabrizierten Schablonen folgt («Gebührenfinanziertes Fernsehen ist schlecht», «alle Journalisten sind links», «alle Politiker, die nicht der SVP angehören, sind links» usw.), abgesehen davon, dass besagter Blogger immer noch die mittlerweile furchtbar abgenudelte «Internet=gut, Printmedien=schlecht»-Platte wiederholt.

    Deshalb muss ich Gerhard Murnau in allen Punkten recht geben. Insbesondere teile ich auch seine Euphorie. Roger de Weck kann der SRG nur gut tun. Auch wenn er das Programm nicht selber gestaltet (was ja, Ronnie Grob seis hinter die Ohren geschrieben, gar nicht zu seinen Kompetenzen gehört).

  15. @ Ronnie: Welche Rolle spielen die Gebührengelder für den Sanierungs-Job des Generaldirektors? Sachlich betrachtet lässt sich lapidar sagen: Wenn die Ausgaben grösser sind als die Einnahmen hat man erst mal ein Problem, egal woher die Einnahmen kommen. Und ganz so einfach lassen sich die Gebühren ja auch nicht erhöhen.

    Ich sehe auch kein Problem beim Wahlverfahen; ganz im Gegenteil. Die Besetzung von Bundesstellen eignet sich nicht für eine Austragung vor der Öffentlichkeit. Weder bei der Wahl von SBB-Generaldirektor, Armeechef, Bundesbankdirektor usw. findet vorher eine Art öffentliches Vernehmlassungsverfahren statt. Vielmehr ist es sinnvoll, dass das Auswahlverfahren nicht schon vor der Wahl transparent gemacht wird. Die Privatwirtschaft tut es ja auch nicht anders, und das mit gutem Grund. Wenn nämlich ein Wahlverfahren erst einmal politisiert wird und (demagogische) Politiker und (Boulevard-)Journalisten sagen können, wos langgeht, ist es vorbei mit einer Auswahl nach objektiven Kriterien.

  16. @Andreas Stricker: „Welche Rolle spielen die Gebührengelder für den Sanierungs-Job des Generaldirektors?“ Man könnte auch in den allgemeinen Jubel hineinfragen: „Welche Rolle spielen die publizistischen Erfahrungen für den Sanierungs-Job des Generaldirektors?“

    Ist doch schon etwas seltsam. Man sucht ausdrücklich jemand mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, stellt dann aber jemand ein, der genau das nicht liefert. Für mich klingt das nicht ganz wie eine Erfüllung der „objektiven Kriterien“, die Du durch eine vorgängige Diskussion gefährdet siehst. Zur Erinnerung die Ausschreibung:

    „Gesucht wird in erster Linie eine aussergewöhnlich führungsstarke Persönlichkeit mit breit abgestützter betriebswirtschaftlicher Fachkompetenz; erst in zweiter Priorität stehen Radio-, Fernseh- und Multimediaerfahrung.“

    http://www.srgssrideesuisse.ch/de/medien/single/date/2009/suche-nach-neuemneuer-generaldirektorin-eroeffnet/

    Warum sollten die Kandidaten denn geheim gehalten werden? Was soll störend daran sein, wenn die Öffentlichkeit zu Kandidaturen diskutiert? Könnte man sich nicht sogar vorstellen, solche Wahlen direktdemokratischer zu gestalten? Gleich eine Volkswahl muss es ja nicht sein. Die SRG ist meines Erachtens vermehrt der Öffentlichkeit verpflichtet als andere Organisationen. Eine Wahl sollte mit grösstmöglicher Transparenz durchgeführt werden. Diesen Eindruck hatte ich nicht.

  17. Deine Frage „Welche Rolle spielen die publizistischen Erfahrungen für den Sanierungs-Job des Generaldirektors?“ ist berechtigt. Aber meine Frage „Welche Rolle spielen die Gebührengelder für den Sanierungs-Job des Generaldirektors?“ halte ich für beantwortet. (Nämlich keine.)

    Was gegen grösstmögliche Transparenz spricht? Da genügt nur ein Blick auf irgendeine Volkswahl, wo in aller Regel der Kandidat gewinnt, der sich am besten verkaufen kann und die richtige Parteifarbe trägt, und nicht derjenige, der unter objektiver Betrachtung aller Kriterien der geeignetere gewesen wäre. Würde man die Boulevardpresse und politische Kampfhunde über eine Fernsehdirektor-Wahl drüber lassen, wäre an eine Auswahl nach objektiven Kriterien wohl kaum mehr zu denken.

    Direkte Demokratie dort wo es sinnvoll ist, doch irgendwann müssen die gewählten Leute auch mal in Ruhe arbeiten und nach betrieblichen Kriterien vorgehen können. Firmen wie die UBS lassen ihre Generaldirektoren ja auch nicht von den Aktionären wählen – die wissen schon warum. Bei der SRG, da gebe ich Dir recht, muss aufgrund ihres Auftrags die Auswahl mit besonderer Sensibilität passieren. Doch ich sehe keine Hinweise, dass dies im aktuellen Fall nicht passiert sein soll.

    (Wollen wir nicht besser zu direktedemokratie.com wechseln…? ;-)

  18. Oliver:

    @ugugu: Ich weiss nicht, ob eine Gebührenerhöhung wirklich komplett chancenlos wäre. Was sicher ist: Es gäbe ein riesieges „Gstürm“ im Blätterwald, weil sich die Zeitungen aus irgendeinem ansurden Grund durch eine Gebührenerhöhung bei Radio- und TV gefährdet sehen.

    Mir persönlich – als Journalist und TV- und Radiokonsument – wäre es jedenfalls Recht, wenn ich einen Abbau von Angeboten und eine weitere Entlassungswelle von Medienschaffenden mit einem jährlichen Zustupf von, sagen wir, 10 bis 20 Franken an die SRG-Jahresgebühren verhindern könnte.

  19. Fred David:

    @) Oliver: Klingt vernünftig. Ich weiss bloss nicht, ob es mehrheitsfähig ist.

    Roger de Weck könnte es schaffen, wenn er den Job des SRG-Generaldirektors von Wolke 7 herunter auf die Erde holt, dort wo seine Zuschauer hausen. Kein Technokratengebrabbel, fürs Publikum greifbar und angreifbar. Aber nicht anbiedernd (so etwas machen Bundespräsidenten)!

    Ruhig gelegentlich dem Publikum die Leviten lesend. Er soll sein eigenes Blog aufmachen. Dafür kann er ja Leute freistellen, die SRG ist gross genug.

    Ich würde das Publikum zum Beispiel offensiv fragen: „Was wollt ihr eigentlich?“ Nur mosern gilt nicht. Sagt doch endlich mal klar, was ihr wirklich wollt? Wenn dann alles „Benissimo“! ruft , und „Alpenfestung – Leben im Réduit“ und so Sachen, dann hat er halt Pech gehabt. Das ist sein Jobrisiko.

    Aber es könnte ihm gelingen auch Leute, womöglich sogar unter 60jährige, zu mobilisieren, die vom Fernsehen noch ein paar andere Vorstellungen haben, als Zuschauer, nicht als Macher, und durchaus keine Langweiler, die nur sagen, „momoll, meh Kultur und so“….

    Und nicht nur das: Er muss auch erklären können, was dieser Riesenapparat mit 5000 Festangestellten eigentlich den ganzen Tag so treibt (das ist nämlich nicht ohne weiteres ersichtlich) – und wofür er trotzdem mehr Geld braucht.

    Wenn ihm das gelingt, könnte schon was ins Rollen kommen.

    Aber das ist ein 10-Stunden-Job, sieben Tage in der Woche. Da muss er schon sehr, sehr gut organisiert sein. Und Journalisten sind erfahrungsgemäss nicht die brillantesten Organisatoren (ich rede da wirklich aus Erfahrung…).

    Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  20. Martin:

    @Hanspeter Spörri: Ja, ich Einfaltspinsel charakterisiere Roger de Weck genauso … hinzufügen könnte ich noch staatsgläubig und staatsabhängig.

Bemerkung anbringen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *