Abt. «Dumme Fragen»

Heute mit «NZZ Campus» (März 2010, S. 3):

1. Frage an die Studentin Ishita Malaviya (21):

    «Was fühlst Du beim Surfen?»

3. Frage an die Studentin Ishita Malaviya (21):

    «Und wie fühlst Du Dich, wenn Du zur Uni gehst?»
von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

7 Bemerkungen zu «Abt. «Dumme Fragen»»

  1. wahnsinn. – eine art vancouver syndrom.

  2. Haha, hat sich der Spürst-Du-mich-auch-Journalismus bis zu den Titeln der NZZ ausgeweitet? Wie konnte es bloss soweit kommen.

    Ich fühle beim „Surfen“ übrigens total viel. Aber echt nicht immer das Gleiche.

  3. Loose Blues UZH:

    Habs heute auch in weniger als drei Minuten durchgeblättert (neue Bestmarke). Die knallharten Fragen werden durch topaktuelle Berichte zu den Studentenprotesten ergänzt. Das hätte sich wohl eher für den inexistenten Web-Kanal geeignet. Überhaupt extrem innovativ, das Heft. Ich lach mich immer halb tot, wenn ich an der Uni die Aufrufe lese, sich doch bitte beim Campus-Journalisten betreffend dieses oder jenen Themas zu melden. Wenn man unter den 5000 Mitstudenten schon keine Leute kennt und aus ethischen Gründen kein Facebook-Konto will, sucht man doch wenigstens auf Ronorp. Aber wir wollen nicht spotten. Der Zürcher Student ist nochmals 5 Niveaustockwerke tiefergelegt und überdauert in meinen Händen nur eine einzige Minute. Und der grösste Witz ist, dass die erfolgreichste aller Studentenzeitung eh aus dem Haus Tamedia kommt. Sie heisst 20 Minuten.

  4. Marc:

    Loose Blues: Wie fühlst Du Dich beim Quatsch schreiben?

    «Das hätte sich wohl eher für den inexistenten Web-Kanal geeignet.»

    http://www.nzz-campus.ch (Online seit 2005)

    « … und aus ethischen Gründen kein Facebook-Konto will, …»

    http://www.facebook.com/pages/NZZ-Campus/97318224909?ref=ts (Seit Juni 2009)

    Gruss
    Marc

  5. Hildebrandt:

    Meine ich das nur, oder ist die von Rainer Stadler einst angekündigte Medienkritik in den Schweizer Blogs schon wieder eingegangen? Bobby C. hat einen eigenen Blog eröffnet, Bugsy geht lieber ins Emmental, Ugugu bringt Protestsongs und die Dosenhosen sind auch nicht besonders aktiv. Warum schaffen es all die Leute nicht, sich an einem einzelnen Ort zum Nachdenken und Schreiben (Reihenfolge beliebig) zu treffen und gehen statt dessen einzeln verlodern? Es wär mir auch lieber, nicht immer fünf, sechs Blöge abzusurfen auf der Suche nach einer scharfen Beobachtung, über die ich mich aufregen mag, oder einen neuen Einblick in die Abgründe der Industrie. Also wie weiter? Sicher nicht mit Geschimpfe wie hier oben.

  6. Hildebrandt > Sich an einem Ort zum Nachdenken treffen, ist eine gute Idee, aber es funktioniert nicht. Wenn es einen geeigneten Ort dafür gibt, dann ist es der Medienspiegel. Leider hat es sich gezeigt, dass die Bloggerszene nicht daran interessiert ist, über sich selbst nachzudenken. Diese Brüder sind sehr gut darin, den professionellen Medien ans Bein zu brünzeln… aber wehe, wenn sich jemand erfrecht, öffentlich nachzudenken, was Bloggen ist und was es sein könnte… dann werden die Blogger gleich ganz wehleidig und schreien Zeter-Mordio und rufen nach Zensur. Genau das war der Grund, warum ich mein eigenes Blog eröffnet habe. Auf meinem Blog betreibe ich weiterhin Medienkritik, und im Speziellen auch Blogkritik.

    Abgesehen davon ist das ewige Newsnetz-Bashing (so berechtigt es ist) langsam nicht mehr besonders originell. Und wer immer noch glaubt, es handle sich um «Medienkritik», wenn ein forsches Bloggerli den Bäumetötern zum hunderttausendsten Mal Unfähigkeit vorwirft, dem ist nicht mehr zu helfen (es gibt wirklich noch Leute, zum Beispiel in der Ostschweiz, die sich gefallen, Journalisten als Bäumetöter zu bezeichnen, ach wie huch-originell).

    Medienkritik ist wichtig, aber der Dünnpfiff, der hierzulande als Medienkritik ausgegeben / geadelt / missverstanden wird, ist einfach zu billig. Ich gehöre zur Generation, die noch die Medienkritik im TA von Christian Rentsch, Christian Mensch und Co. erlebt hat. An dieser Messlatte müssen sich die selbsternannten Medienkritikaster im Internet messen lassen. Aber von dieser Qualitätsstufe sind die Schweizer Blogger leider meilenweit entfernt.

  7. Jimmy Oregon:

    Früher, früher früher. Jaja. Früher war auch die Zukunft besser, Herr California. Ich dachte, Sie hätten das Internet akzeptiert. Ein eigener Blog ist ja wenigstens schon ein Schritt in die richtige Richtung. Aber jetzt kommen Sie wieder mit Ihrer 1950er-Platte in Nostalgie-Mono. Es wird nie einen zentralen Ort für Medienkritik geben, und das ist auch gut so. Das Internet wie die Medienbranche leben von der Polyphonie, dem dezentralen Denken und Kritisieren. Statt sich immer über die Blogger aufzuregen, könnten Sie sich auch entspannen und sagen: Wenigstens interessiert sich noch irgendwer für die Medien. Und ohne dem Gastgeber auf die Füsse treten zu wollen: Auch seine Themen sind extrem heterogen, von den Entwicklungen des US-Zeitungsmarktes bis zu den neusten Krachern von Fräulein Hefti. Das kann man bejammern (warum oh warum gibt es den locus amoenus mit Bloggerverbot nicht?) oder akzeptieren. Fassen Sie Mut, Herr California. Schreiben Sie an Ihrem Blog weiter und bereichern Sie die Schweizer Medienkritikbloglandschaft mit Ihrer Pflanze. Vielleicht erreichen wir am Schluss wirklich eine Biodiversität. Und das wäre alleweil besser als das Hauptamt für Medienkritik, in dem ausgewiesene Experten brillieren, aber vielleicht nicht einmal gelesen werden.

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