Martin Spieler wird Chefredaktor der «SonntagsZeitung»

Martin Spieler, derzeit noch Schriftleiter der «Handelszeitung» sowie Verwaltungsratsmitglied der Club zum Rennweg AG und der 3 Plus Group AG (TV-Sender 3+), tritt im Sommer 2010 die Nachfolge von Andreas Durisch als Chefredaktor der «SonntagsZeitung» an. Dies gab Tamedia heute in einer Medienmitteilung bekannt.

Siehe dazu auch:
Andreas Durisch verlässt die «SonntagsZeitung»

Update, 4. März 2010: Frage von «persoenlich.com» an den designierten «SoZ»-Chefredaktor:

    «Also kein Platz für Midrisk Journalismus?»

Antwort Martin Spieler:

    «Kritischer Journalismus geht immer Risiken ein. Aber wer eine zu hohe Fehlerquote bei seinen Geschichten aufweist, ungenau arbeitet und unfairen Journalismus betreibt, hat in meinem Team nichts zu suchen.»

Aha, kein Midrisk-Journalismus zwar, aber äs bitzeli Pfusch darf dann schon sein.

von Martin Hitz

7 Bemerkungen zu «Martin Spieler wird Chefredaktor der «SonntagsZeitung»»

  1. junta:

    Liebe blogger, wo bleiben eure altklugen kommentare? Checkt denn niemand hier, was heute passiert ist? Der finanzplatz schweiz hat zusammen mit der rechtsbürgerlichen elite einen der wichtigsten wirtschaftstitel der schweiz gekapert. Natürlich ist die soz ein boulevardblatt, aber es hat bisher recht scharf gegen die grossbanken und andere konzerne geschossen. Eine gute schlagzeile war meist wichtiger als eine bestimmte politik zu verfolgen. Offenbar war es dem tamedia-vr ein wichtiges anliegen, die publizistische ausrichtung möglichst rasch umzukehren.

  2. morsepeter:

    Und der rechtsbürgerliche Pirat Spieler kann, leider Gottes, nicht einmal richtig Deutsch. Keinen geraden, anständigen Satz bringt er zu Papier. Bedenklich…

  3. member of the club:

    Sorry , diese Spitzen hier kann ich nicht ganz nachvollziehen. Martin Spieler ist immerhin Verwaltungsrat des “Clubs zum Rennweg”, ein exklusiver Club an der Fortunagasse 13 in Zürich, “wo sich die jüngere Generation der Exponenten aus Schweizer Wirtschaft, Politik und Kultur trifft” (Clubbroschüre). Mitglied wird man auf Empfehlung. Im VR sitzen ausserdem Philipp Gaydoul (Gaydoul Holding AG), Thomas Matter (VR Gaydoul Holding AG), Daniel Riediker (Alegra Capital AG, Amag etc.), Thomas Ladner (Next Generation Finance Invest AG, Zug und 17 weitere VR-Mandate). Ich verstehe nicht, was es an diesem Background zu meckern gibt?

  4. pueblo:

    @) member of the club: Das Meckern verstehe ich auch nicht. Das ist doch die Welt, wo gefühlte 99 Prozent der “SonntagsZeitung”-Leser tagtäglich verkehren. Da ist Herr Spieler “am Puls” der Leser. Näher geht’s doch gar nicht.

  5. Kapern?
    Es ist nicht nötig die Sonntagszeitung zu kapern. Vor einigen Ausgaben durfte Markus “Doppelrolle” Schär zwei Seiten mit Abstimmungpropaganda (bei einem Nein gehen alle Pensionskasse zu, oder so) zupflastern. Der Mann arbeitet gleichzeitig für die SoZ und für Avenir Suisse.

  6. tonio:

    Also interessant sind die Zusammenhänge schon: Gerhart Schwarz, Wirtschaftsressortleiter der NZZ, wird Direktor von Avenir Suisse, der NZZ-Buchverlag ist der Hausverlag von Avenir Suisse und auch der Wirtschaftskolumnist der NZZ am Sonntag steht auf der Honorarliste von Avenir Suisse. Ist natürlich nicht verboten, aber interessant zu wissen, wie das Leben halt so spielt…

  7. Fred David:

    Hier wird ein wenig viel anonym “herumgeheimnist”, finde ich, aber der “Club zum Rennweg” verdient sicher unser aller ungeteilte Aufmerksamkeit. Wie auch übrigens der “Seeclub” Zürich, wo viel gerudert wird, und viel “genetworked”. Zwei renommierte Clubs, die es in sich haben. Der eine hoch respektabel, aber ein wenig verstaubt (Seeclub), der andere forsch und agil (Rennweg), wo jüngere Finanzanwälte den Ton angeben. Ist ja alles ok. Aber man muss wissen, dass es diese Welt hinter der Welt gibt.

    In der Schweiz gibt es die direkte Basisdemokratie. Die sieht man. Aber was dahinter ist, sieht man nicht. Und das ist eben oft wichtiger: Die Clubs und Clübli.

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