- «Die Zürcher Ausgabe von ‹20 Minuten› hatte zu Beginn der Finanzkrise unkritischer über die UBS berichtet als das Konkurrenzblatt ‹.ch›. Zudem hatte ‹20 Minuten› Inserate von der UBS, ‹.ch› hingegen nicht. Zufall oder Zusammenhang? Eine aktuelle Studie der Universität Fribourg versucht, den wirtschaftlichen Einflüssen auf den Journalismus auf die Spur zu kommen» …
… und fragt bzw. vermutet zum Schluss:
- «Ist das nun ein Beweis für eine fehlende Unabhängigkeit von ‹20 Minuten›? Nicht unbedingt. Möglich ist, dass die Wirtschaftsfreundlichkeit der Redaktion grundsätzlich zu einer moderateren Einschätzung der Bankenkrise beigetragen hat. Möglich ist auch, dass die Journalisten von ‹20 Minuten› aus Bequemlichkeit mehr auf die Medienmitteilungen der UBS zurückgegriffen und weniger Aufwand betrieben haben, um ergänzende Stimmen einzuholen. Möglich ist zudem, dass mit der Zeit eine selektive Wahrnehmung der Journalisten stattgefunden hat: So könnte die unkritische Berichterstattung in der eigenen Zeitung mit der Zeit zu einer positiveren Wahrnehmung der UBS geführt haben.»
Alles dazwischen gibt’s auf «Medienheft.ch».
.ch hatte überhaupt keine Inserate. Deshalb ist es wenig erstaunlich, dass 20 Minuten mehr UBS-Inserate abdruckte… Und die Aussage, dass .ch häufiger auf dem Titel über UBS berichtete als 20 Minuten, ist auch nicht gerade ein Brüller: während die Front bei .ch jeweils rund zehn Geschichten umfasste, sind es bei 20 Minuten meistens fünf.
Wo ist eigentlich Blick am Abend in dieser Studie?
diese studie ist ein witz – so falsch gemacht. dabei hätte eine untersuchung des (thesen)journalismus ohne recherche, den die umsonst-blätter betreiben eine grosse berechtigung. aber der autor der studie arbeitet noch weit unseriöser als 20min.