Ringier baut ab – und eine Zwischenbilanz der Stellenkürzungen in der Schweiz

    «Klartext [6/2009]: Wie viel Personal werden Sie mit der Einführung des Newsrooms abbauen?
    Walder: Es werden Leute ihren Job verlieren, das ist so. Das ist die offene und ehrliche Antwort.»

    (Das ganze «Klartext»-Interview mit Marc Walder gibt’s hier.)

Seit gestern wissen wir es nun genau: 29 «Mitarbeitervollzeitstellen» sollen in Ringiers «Blick»-Gruppe in den kommenden Wochen wegsynergiert werden. Aus der Medienmitteilung:

    «Schlankere Arbeitsabläufe und Synergien führen zu einem Abbau von 29 Mitarbeitervollzeitstellen gegenüber dem aktuellen Mitarbeiterbestand. Der grösste Teil der Synergien im Newsroom entfällt auf Produktion, Layout, Bild und Korrektorat und nicht auf die schreibenden Ressorts.»

Der Berufsverband Impressum geht in einer Medienmitteilung davon aus, dass 40 bis 50 Personen vom Stellenabbau betroffen sein werden, «davon etwa die Hälfte Journalistinnen und Journalisten».

Medienabbauschlacht – eine Zwischenbilanz

Nachdem nun auch Ringier die Katze aus dem Sack gelassen hat, ist es höchste Zeit für eine weitere Zwischenbilanz der Schweizer Medienabbauschlacht. Seit Sommer 2008 wird hier nach bestem Wissen und Gewissen versucht, über den Stellenabbau in der Branche Buch zu führen.

Mehr als 700 Stellen (oft Vollzeitstellen, nicht Arbeitsplätze!) sind so inzwischen zusammengekommen oder besser bzw. schlechter: weggefallen – ein substanzieller Teil davon auf Redaktionen. Gar über 1000 Stellen sind es, wenn die Kürzungen bei der Publigroupe dazugerechnet werden. Das Protokoll:

Abbauschlacht_bis_100112.png

von Martin Hitz

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