Schleichwerbung: Journis dürfen, Blogger nicht
Eine neue Bestimmung der amerikanischen Federal Trade Commission verlangt von Bloggern die klare Deklaration gesponserter Inhalte. Stefan Betschon kommentiert dies in der «NZZ» – nicht ganz ohne Häme:
- «Schleichwerbung als medienethisches Problem gibt es nicht erst seit dem Internet. Aber in der Unübersichtlichkeit der Blogosphäre verschärfen sich die Schwierigkeiten. Mag das Internet anders sein – Menschen bleiben Menschen; wenn auch der Datendurchsatz des Internet-Backbone laufend steigt – die intellektuelle Bandbreite der Menschen bleibt sich gleich.»
- «Because of a pesky [etwa: nervtötend] thing called the First Amendment, the guidelines don't apply to news organizations, which receive thousands of free books, CDs, and DVDs each day from media companies hoping for reviews. But if the guidelines don't apply to established media like the New York Review of Books, which also happens to publish reviews on the Web, why should they apply to Joe Blow's blog? Regulating bloggers via the FTC while exempting establishment reporters looks like a back-door means of licensing journalists and policing speech.»
Bemerkungen
Ui, da ist aber das Temperament des Mister Shafer tüchtig durchgebrannt. Eine Buchbesprechung ist sicher nicht Schleichwerbung, nur weil der Verlag der Zeitung ein Rezensionsexemplar geschickt hat. Das war schon immer so üblich und regt sicher keinen Journalisten zu einer Gefälligkeitsbesprechung an. Manchmal habe ich das Gefühl, gewisse Blogger wie der Herr Shafer schreiben schneller, als sie denken können.
Von: Bobby California am 08.10.09 18:25
Posted on 08.10.09 18:25