Martin Kall: In den Journalismus investieren

Auf dem Kölner Medienforum hat Tamedia-CEO Martin Kall seinen Verlegerkollegen ins Gewissen geredet – und zwar nicht vor vier, fünf Jahren, sondern am Dienstag, 23. Juni 2009:

    «Er [Kall] riet anderen Verlagen, vor allem in den Journalismus zu investieren: ‹Wir können uns das Heruntersparen der Redaktionen nicht leisten.›»

(Via @neininger und @patsch)

von Martin Hitz

3 Bemerkungen zu «Martin Kall: In den Journalismus investieren»

  1. Die Aussage von Martin Kall stand in einem für diese Diskussion wichtigen Kontext: Martin Kall sagte, es gebe in der Schweiz und in Deutschland Verleger, die für die abonnierte Tageszeitung weniger Journalistinnen und Journalisten beschäftigten als 20 Minuten. Diese Strategie könnten sich die Verleger nicht leisten. Die Tageszeitung müsse sich gerade in der Schweiz von den gut gemachten Pendlerzeitungen abheben. Er sei überzeugt, dass dies dem Tages-Anzeiger mit seinen rund 180 Vollzeitstellen auch in Zukunft gelingen werde.

  2. Muss man das jetzt in anbetracht der Massenentlassungen beim «Tagi» unter Zynismus oder Schizophrenie einordnen?

  3. Das Ausmaß an Verdrängung und an fallweisen Anfällen von galoppierender Doppeldenke ist gerade im Medienbereich oft kaum noch zu fassen …

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