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28. Juni 2009

Medienschau

«Freunde» der «NZZ»?

http://www.freundedernzz.ch/:

    «Im Bezug auf die NZZ-Aktie verfolgen wir folgende Ziele:

    Die NZZ als Aktiengesellschaft ist etwas Besonderes und soll entsprechend über die Generationen hinweg gepflegt werden. Es muss gelingen, mehr jüngere, unternehmerisch und liberal denkende Menschen als Aktionäre der NZZ Gruppe zu gewinnen, die die Tradition des Blattes verantwortungsvoll weitertragen ohne der Rendite der Aktie eine bedeutende Rolle zuzumessen.

    Die Eintragungsbedingungen für Aktionäre müssen überdacht werden. Ulrich Bremi hat die Öffnung des Aktionariats im letzten Jahrtausend bereits eingeleitet. Parteizugehörigkeit spielt heute keine Rolle mehr, liberal denkende Unternehmer gibt es heute in allen Parteien. Die Rolle der Parteien in der Gesellschaft hat generell an Bedeutung verloren.»

Ganz neutrale Frage: Geht's hier eigentlich um Geld oder eher um mehr SVP?

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Bemerkungen

Edwin van der Geest:

Lieber Martin Hitz

Es geht um das, was auf der Website steht - und das hat weder mit SVP noch mit Geld zu tun. Oder wenn, dann indirekt mit "Geld": nur eine gesunde, gut geführte NZZ Gruppe kann mittelfristig den Erhalt der weltweit anerkannten Qualitätszeitung NZZ sichern. Dazu braucht es einen Verwaltungsrat, der unternehmerisch denkt und das Amt nicht nur als gesellschaftlich erstrebenswerte Würde betrachtet.

Lieber Edwin van der Geest,

auch wenn ich nicht Aktionär bin, habe ich gegen eine gesunde, gut geführte NZZ-Gruppe rein gar nichts einzuwenden - im Gegenteil. Aber Ihre Dynamics Group sowie die AMG Analysen & Anlagen AG müssen ja auch noch von etwas anderem als von hehren Zielen leben.

"What's the hidden agenda?" würde der Angelsachse in diesem Zusammenhang vermutlich ganz naiv fragen.

Edwin van der Geest:

Lieber Herr Hitz

Für alle Beteiligten (mehr als 50 Aktionäre) ist die NZZ Aktie etwas Besonderes und für niemanden als Einkommensquelle klassifiziert. Auch die Dynamics Group ist nicht Aktionär, sondern ich persönlich seit vielen Jahren. Bei mir macht die Position einen unbedeutenden Teil meines Aktiendepots aus.
Es geht einfach darum, dass sich die Zeiten massiv geändert haben. Der NZZ VR hat vieles seit Jahren verschlafen und das wird langsam bedrohlich. Es gibt zwar zaghafte Verbesserungen wie die bessere Nutzung der Liegenschaften, aber um diesen Sturm zu überstehen braucht es mehr. Es geht hier auch nicht um eine "hidden Agenda", gerade deshalb wurde die Website www.freundedernzz.ch aufgeschaltet (Transparenz, Information, Diskussion) - in ca. 2 wochen wird das Diskussionsforum dort eröffnet!
P.S. Natürlich liegt es für aufgeschreckte VRs auf der Hand, initiative und engagierte Aktionäre als "Raider", "Störefriede" oder sonst was darzustellen. Bisher galt es ja sogar als unerhört, an der GV kritische Fragen zu stellen oder sogar einmal "Nein" zu stimmen.
Aber zu einer Aktionärsdemokratie gehört Engagement. Sie werden sehen.....an der letzten GV haben immerhin 25% der anwesenden Aktionäre gegen die Wiederwahl von VRP Meyer gestimmt.
Freundliche Grüsse!

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