Die Nabelschau

Die Meldungen werden immer dramatischer. Je nach Zählmethode und Betrachtungszeitraum wurden im helvetischen Medienwesen in letzter Zeit 200 bis 500 Stellen abgebaut. Dies entspricht dem Bestand von drei bis acht gut ausgebauten Regionalzeitungen. Doch was heisst «gut ausgebaut»?

Für einen Provinzverleger mit einem Blättchen von 10’000 Exemplaren Auflage ist eine Redaktion mit sechs bis acht Journalisten bereits eine perfekte Sache. Nach dieser Rechnung würde der Tages-Anzeiger heute über 170 Redaktorinnen und Redaktoren verfügen. Wie uns Co-Chefredaktor Res Strehle kürzlich vorrechnete, wird der «Tages-Anzeiger» nach der neuesten Sparrunde noch 180 Vollstellen aufweisen, damit also ziemlich genau einer gut dotierten Redaktion entsprechen.

Was derzeit in der Medienszene und in der Öffentlichkeit rüberkommt, ist aber etwas ganz anderes. Journalistikprofessoren, Medienredaktoren und andere Experten warnen davor, die Zeitungen kaputt zu sparen. Die Kürzungsrunde beim «Tages-Anzeiger» gilt als Anschlag auf die journalistische Qualität. Die Belegschaft demonstriert und die Gewerkschaften verfassen ihre stereotypen Communiqués im Duktus der Sechzigerjahre, in denen Verleger noch immer den Klassenfeind Nummer 1 repräsentieren.

Wenn Fehler gemacht wurden, dann wohl eher in der Vergangenheit. Als die Stellenanzeiger boomten, die Wirtschaft brummte und das Internet noch als Tummelfeld für kuriose Tüftler galt, wurden die Redaktionen überproportional ausgebaut. Die Ressorts wurden fett besetzt, teure Schreiber mit guten Namen angeheuert, die ihr Gehalt für zwei, drei Topgeschichten pro Jahr kassierten.

Vielleicht ist die Geschichte nicht ganz wahr, aber sie weist in die Richtung, wo das Problem lag: Der Chefredaktor einer grossen schweizerischen Tageszeitung soll einst in einem Rundschreiben darauf hingewiesen haben, dass es erwünscht wäre, wenn jeder Redaktor mindestens einmal pro Monat wenigstens einen Beitrag im Blatt hätte. Man kennt Beispiele von Redaktionen, wo Journalisten regelrecht darum stritten, wer anderntags die noch freibleibenden 50 Zeilen auf der Inlandseite zugesprochen bekam und wo gute Stories aus Platzgründen als längere Einspalter verbraten wurden.

Und die journalistische Qualität? War die damals derart überragend, dass nun Nekrologe nötig sind, wenn Redaktionsbestände angepasst werden? Nach rein arithmetischen Grundsätzen vielleicht schon. Eine Redaktion von 250 Köpfen produziert zwangsläufig mehr Primeurs als eine solche von 150 Köpfen (oder sollte es zumindest…). Die Regionalteile vieler grosser Tageszeitungen waren aber auch in den letzten Jahren eher betuliche Zonen, in denen vor allem Offizielles abgefeiert und Pressekonferenzen beschrieben wurden. Dies, obwohl klar ist, dass es in der Schweiz im Bereich Tageszeitungen faktisch nur Regionalblätter gibt (selbst die «NZZ» hat einen umfangreichen Zürich-Teil, der im Oberengadin niemanden interessiert).

Vielleicht hätte das journalistische Können in den letzten Jahren vermehrt aufs Regionale gelenkt werden müssen, dorthin, wo auch das Internet seine grossen Lücken hat. Doch man hat es vorgezogen, die Kirschen dort herunterzuhauen, wo mehr Branchenprestige winkt: bei komplizierten Auslandsreportagen, in Enthüllungen im Wirtschafsbereich und bei Indiskretionen in Bundesbern.

Die Journalisten leben eben auch in einer geschlossenen Gesellschaft. Auf den Wirtschaftsseiten teilen sie aus, hauen sie unfähige Manager in die Pfanne und geben sie gute Ratschläge; im eigenen Business hingegen stehen sie ratlos vor der Tatsache, dass sich ein paar Rahmenbedingungen geändert haben. Hier würde ein bisschen Selbstkritik und die Einsicht in die Tatsache, dass auch Medien gewissen ökonomischen Grundsätzen unterliegen, durchaus helfen, den Stress etwas abzubauen.

Andrea Masüger ist Publizistischer Direktor der Südostschweiz Medien.

von Andrea Masüger | Kategorie: Mediensatz

13 Bemerkungen zu «Die Nabelschau»

  1. Bobby California:

    Wenn ich Herrn Masüger richtig verstanden habe, war es nötig, 500 Kollegen auf die Strasse zu stellen, weil die faule Säcke waren, die nicht mal einen Artikel pro Monat in die Tasten gehauen haben?

    Mit Verlaub, hier verwechselt Herr Masüger zwei Sachen, die nicht zusammengehören. Es mag schon sein, dass das Personal nicht überall gleichermassen produktiv ist. Aber um das zu ändern, gibt es andere Möglichkeiten als Massenentlassungen. Bisherige Erfahrungen zeigen zudem, dass das Problem der mangelnden Produktivität mitnichten gelöst werden kann, indem man den Personalbestand zusammenstreicht. Wer keinen journalistischen Ehrgeiz hat, lebt auch auf einer geschrumpften Redaktion unter Umständen jahrelang friedlich und unbehelligt.

    Betuliche Zonen, in denen Offizielles abgefeiert wird, gibt es leider tatsächlich. Das ist aber auch, wenn nicht in erster Linie, ein Führungsproblem. Der Chef einer betulichen Zone müsste seinen Leuten eben journalistisches Feuer einimpfen. Auch auf dieser Ebene haperts jedoch teilweise gewaltig.

  2. Man könnte natürlich auch fragen, woher Journalisten früher die Zeit stahlen, um sich über 50 Zeilen im Inlandteil zu streiten? Die Geschichte mit dem Einartikel-Redaktor halte ich im übrigen für eine urbane Chefredaktorenlegende.

  3. Legende:

    @Ugugu: Die Legende lässt sich sehr gut überprüfen. Ein Blick in den Tagi vom 3. Januar auf Seite 25 werfen. Willkürlich ein Foto auswählen und Namen ablesen. Ins Archiv gehen und Namen eintippen. Spätestens beim dritten Versuch hast du einen Einartikel-Redaktor.

  4. @Legende: Ich denke, du bist dir bewusst, dass du dich hier auf sehr heikles Terrain wagst: 1. Kennt man die Charakterlumpen, die Kollegen hinterrücks anschwärzen, in den meisten Betrieben ziemlich genau. 2. Kenne ich die Arbeitsabläufe beim Tagi nicht bis ins Detail, aber vermute mal, der genannte Bildlegendentexter erfüllt noch andere Aufgaben beim Tagi. Vielleicht frägst du ihn einfach mal nach seinem Pflichtenheft? Und 3. halte ich den Einartikel-Redaktor nach wie vor für eine heitere Legende, weil sie immer dann besonders ätzend im Umlauf ist, wenn allenthalben Stellen abgebaut werden.

  5. Fred David:

    180 Vollzeitstellen beim „Tages-Anzeiger“ kann man wirklich nicht als Kahlschlag bezeichnen. Das sehe ich ähnlich wie der Kollege Masüger.

    Das Problem beim „Tages-Anzeiger“ ist in meinen Augen, dass er sich zu einem breiig in die Breite auslaufenden Hybrid entwickelt, der alles abdecken will, es daher möglichst allen recht machen muss, auf Kosten eines erkennbaren Profils. Grau in grau bleibt grau. Ob jetzt 250 oder 180 Maler daran pinseln.

    Das wollen die Kunden nicht mehr. Auslaufmodell!

    Das ist das Problem vieler regionaler Zeitungen: Sie wollen alles machen, mir die Taliban in Afghanistan erklären und die neue Kinderspielgruppe in Trümlikon. Alles in einer Nummer, alles mit dem gleichen Anspruch an Kompetenz Und dann alles natürlich auch gleichzeitig noch im web.

    Das ist der Wischiwaschi-Mischimaschi-Null-Trend. Der kann nur schief gehen.

    Dieses Medienkonzept ist vergleichbar mit dem überholten Warenhauskonzept: alles unter einem Dach, aber nichts mehr richtig.

    Das ist der Grund, warum in Deutschland einst so stolze Warenhausketten wie Kaufhof und Karstadt am Rand des Ruins stehen. Nicht, weil die Leute weniger einkaufen, sondern, weil sie anders einkaufen. Das „Alles-und nichts“-Konzept ist unrettbar überholt.

    Migros und Coop haben das früh erkannt und sich in Spezialbereiche aufgesplittet. Der grosse Food-Bereich entspricht den Regionalzeitungen. „Do it“ hingegen ist der Spezialist in einem klar definierten Segment, Fust bei Coop ebenso. In diesen Bereichen gibt es spezielle Kundenbedürfnisse wie Beratung, Service etc.

    Das jetzt nur mal als holpriges Beispiel, aber es zeigt, worauf’s auch im Medienbereich hinauslaufen wird und muss.

    Konzentration auf das , was man gut kann. Das andere ausgliedern, als eigenständiges Segment klar definieren und neu aufbauen. Es kann unterm gleichen Dach bleiben, muss aber nicht. Kooperation gibt’s natürlich im sogenannten Overhead, aber unten, dort wo das Geld verdient, statt, wie oben, ausgegeben wird, läuft’s getrennt.

    Darum hänge ich ja so sehr an dem hier schon mal abgehandelten „Bund“-Konzept.

    Das Regionale und Lokale ist ein sehr spezifischer Bereich, der nach anderen Gesetzmässigkeiten funktioniert. Also: als „Food-Bereich“ ausgliedern. Haushaltwaren gibt es dort immer noch , aber nur für den Grundbedarf. Wer komplexere Haushaltgeräte will, geht zum abgetrennten Spezialisten Fust. Der entspräche in meinem Beispiel einem runderneuerter „Bund“ unterm Tagi-Dach.

    Der „Bund“ als separat geführte Zweit-Zeitung in Verbindung mit den bestehneden Regionalzeitungen (der Tagi selber müsste sich endlich selber dazu bekennen, dass er das ist: eine Regionalzeitung). Der „Fust“/“Bund müsste „reduced to the max sein; konzentriert auf Internationales, natioanle Politik, überregionale Kultur, überregionaler Sport; alles andere radikal weg!

    Und damit sind wir wieder bei den 180 Tagi-Stellen des Kollegen Masüger. Das Problem ist offensichtlich nicht die Zahl der Stellen, sodern der effiziente Einsatz der Journalisten.

    Und das geht eben im Wischiwaschi-Warenhaus immer schlechter. Wie will das eine Chefredaktion (selbst wenn es zwei Cracks sein sollten) denn noch überblicken? Das ist eine alberne Selbstüberschätzung.

    Bei einer Aufsplittng nach dem Konzept von Migros bez. Coop würden Schnarch-Ecken in einer Redaktion rasch auffallen und eliminiert werden. Es müssten dann nicht mehr Leute entlassen werden, sondern sie müssten effizienter eingesetzt werden, und zwar im Sinn eines besseren, schlagkräftigeren Journalismus.

    Das Ergebnis wäre ein klareres Profil, dank präzis definierter Segmente, die teilautonom abeiten.

    Und jetzt kommen dann alle die Träumer, die behaupten, das hype „Newsroom-Konzept“ stehe aber alldem diametral entgegen: Das sei doch die wahre Zukunft, weil uns das die Amerikaner so gesagt haben (deren Medienstruktur sich von der europäischen im übrigen stark unterscheidet).

    Newsroom ist Jekami-Warenhaus. Ein Konzept von gestern, bei dem die Kunden auf Dauer nicht mehr mitspielen werden.

    Alles aus der Zentralküche mit Maggi-Geschmack? So stellen sich das Rationalisierungskünstler vor. Aber nicht die Kunden.

    Das gilt auch im Medienbereich: Wischiwaschi-Mischimaschi geht nur noch gratis weg; dafür will niemand mehr Geld zahlen.

    Für qualitiativ gute Beratung und guten Service ist man als Kunde aber schon bereit, mehr springen zu lassen.

    Und das würde dann auch Stellen eher sichern als gefährden.

  6. Bobby California:

    Fred David > Deine klugen Überlegungen in Ehren, aber:

    – als Konsument schätze ich durchaus eine Zeitung, die mir einen Lokalteil UND einen Auslandteil UND einen Kulturteil bietet;

    – vielleicht würde ich zwei oder drei Zeitungen abonnieren, wenn es nur noch spezialisierte Auslandzeitungen, Lokalzeitungen und Kulturzeitungen geben würde;

    – ob solche spezialisierten Zeitungen dem allgemeinen Publikum besser verkauft werden könnten, wage ich jedoch zu bezweifeln. Das wäre vermutlich bestenfalls eine Nullsummenlösung;

    – Faulpelze wird man so nicht los, denn Schnarchecken gibt es auch in Kleinbetrieben. Das kann Dir jeder Mitarbeiter eines Lokalblattes bestätigen;

    – auch wenn das die Internetgläubigen nicht gerne hören – Finn Canonica hat schon recht: Die Kannibalisierung mit Gratis-Content im Internet hat keine Zukunft. Um beim Vergleich mit dem Warenhaus zu bleiben: Niemand würde mehr den Jelmoli betreten, wenn der Jelmoli einen grossen Teil seiner Waren wenige Meter neben dem Warenhaus gratis verteilen würde. Ditto bei einer Zeitung: Warum soll ich die Printausgabe abonnieren, wenn ich deren Inhalt gratis im Internet lesen kann?

  7. Fred David:

    Bobby California: Ja, einverstanden, aber Regionalzeitungen funktionieren nach andern Gesetzmässigkeiten. Masüger tönt es in seinem Beitrag an. Sie setzen andere Fähigkeiten voraus, auch einen andern Blick der Chefredaktion. Sie müssen viel breiter im Meinungsspektrum sein usw. Das geht mit den andern Teilen der Zeitung immer weniger zusammen.

    Eine Zeitung kann nicht mehr alles gleichzeitig machen, alle Interessen bedienen wollen, dazu ist die Welt zu kompliziert geworden.

    Das ist Zentralküche mit Maggi-geschmack. Wobei ich Maggi mag, aber nicht immer und düberall.

  8. Bei nochmaligem durchlesen des Kommentars von Herrn «Legende» fällt mir auf, dass ich ihn möglicherweise falsch verstanden habe. Mit «Tagi vom 3. Januar» war dann wohl die alljährliche Seite mit den Fotos der Tagi-RedaktorInnen gemeint. Insofern ein halbes Sorry für meine leicht grantige Antwort.

    Allerdings halte ich gerade diesen Hinweis, wie auch die Statements anderer langjähriger Medienfüchse hier für ziemlich symptomatisch für eine extrem orientierungslose Branche, die durchaus gewisse schizophrene Züge trägt: Gegen aussen führt man gemeinsam den Kampf um die heilige „Qualität“, gegen innen den Krieg um mehr „Output“. Kein Wunder vermümmeln sich Herr Faulpelz und Herr Schnarchnase hinter Bergen von PR bei solch inspirierenden journalistischen Zielvorgaben.

  9. Hanspeter Spörri:

    Faulpelze und Schnarchnasen sind in Redaktionen nicht so häufig, wie manche (Verlagsmanager oder Kollegen) meinen. Blosses Zeilen- oder Artikelzählen ist eine untaugliche Methode, um Arbeitsmoral und Arbeitskraft zu beurteilen. Ein mir sehr lieber früherer Kollege hat seinen ersten Artikel am Tag der Pensionierung geschrieben; er hat aber gründlicher und scharfsinniger redigiert als die meisten Newsdesker, die ich kenne; er hat grosse Geschichten angeregt, Unstimmigkeiten in offiziellen Verlautbarungen entdeckt, Reporter geschickt angeleitet, Nachwuchsjournalisten eingeführt, Redaktionskonferenzen in wirklich inspirierende Treffen verwandelt…
    Ich fürchte, die besten (eigenwilligsten, vorsichtigsten, mutigsten, präzisesten) Journalistinnen und Journalisten haben immer weniger Platz in unserem Gewerbe. Jedenfalls gibt man ihnen immer weniger Zeit. Vieles in unserem Beruf braucht doch Zeit.

  10. christof:

    ich bin schockiert über die analyse von masüger.

    er spricht von qualität, und qualität sind für ihn dann primeurs.

    und er schreibt: „Doch man hat es vorgezogen, die Kirschen dort herunterzuhauen, wo mehr Branchenprestige winkt: bei komplizierten Auslandsreportagen, in Enthüllungen im Wirtschafsbereich und bei Indiskretionen in Bundesbern.“

    soll die wirtschaft und die berner politik ohne die begleitung von kritischen journalisten stattfinden? brauchen wir nicht eher mehr kritische journalisten, um diese vorgänge zu beleuchten?

    bei solchen publizistischen direktoren ist es kein wunder, ist der journalismus totkrank.

  11. Fred David:

    @Christof:

    Masüger geht, was für einen Redaktionsdirektor ebenso legitim wie logisch ist, vom ökonomischen Ansatz aus. Ohne diesen hat alles keinen Sinn. Aber es darf nicht der einzige sein.

    Ich glaube allerdings, dass heute auch Journalisten viel ökonomischer denken als er ihnen unterstellt. Oft zu ökonomisch und das heisst: zu anpasserisch.

    Es gbt einen natürlichen Interessenkonflikt ziwschen Verlags- und Redaktonsebene. Den hat man einzuebnen versucht und ist immer noch mit der Planierraupe zugange.

    Das ist falsch. Dieser natürliche Interessenkonflikt muss bleiben wie eine Brandmauer. Aber man muss von Seiten der Redaktionen auch etwas dafür tun, diese Mauer zu erhalten oder sie notfalls wieder aufzurichten. Aber nicht mit Sturheit, sondern in dem man Kreativität mit Oekonomie verbindet.

    Stefan Aust, der immerhin über zwölf Jahre lang erfolgreich den „Spiegel“ geführt hat – auch ökonomisch erfolgreich – sagte mir mal in einem Interview: „Manchmal ist es kaufmännisch besser, nicht kaufmännisch zu denken und die Professionalität der Redaktion zu erhalten.“

    Das glaube ich auch und ich glaube auch, dass wir jetzt an einem Punkt sind, wo man um die in dem Aust-Satz formulierte Position kämpfen muss. Nicht mit Streik, der funktioniert in der Schweiz sowieso nicht. Da entlässt man, wie beim „Tagi“ kürzlich, schwuppdiwupp den Präsidenten der Personalkommission, wenn der zu anstrengend wird.

    Nein: Mit eigenen Ideen, die man aber auch laut (ja: LAUT!), koordiniert und kompetent von unten einbringt.

    Was man Journalisten wirklich vorwerfen kann – da ich selber einer bin, bin ich da nicht befangen – : Sie verhalten sich den verschobenen ökonomischen Bedingungen in ihrer eigenen Branchen gegenüber erschreckend statisch, ja verfallen in Lethargie, ohne eigene Ansätze, Vorstellungen und Ideen Jedenfalls dringen diese nicht nach aussen.

    Es ertaunt von daher nicht, dass Medienunternehmen den einstmals selbst erfundenen, heute geradezu romantischen klingenden Satz „Der Mensch als Mittelpunkt“ jetzt anders schreiben:“Der Mensch als Mittel. Punkt.“

    Wenn man alles mit sich machen lässt, wird alles mit einem gemacht.

  12. Fred David:

    Ich muss mich korrigieren, nachdem ich die Namensliste der Entlassenen beim „Tages-Anzeiger“ gesehen habe. Ein Kahlschlag ist es nicht, aber ein ganz massiver Einschnitt in die Redaktion, der inhaltlich nicht ohne sichtbare, langfristige Folgen bleiben kann.

  13. Wieder ein interessanter und informativer Artikel finde ich hier! Vielen Dank! Weiter so!

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