Wozu Zeitung?

Soeben die aktuelle Ausgabe des «Süddeutsche Zeitung Magazins» von A bis Z zu Ende gelesen – auf Papier, notabene, erstanden im örtlichen Volg zum Preis von sFr. 4,60 inkl. Zeitung.

Thema: «Wozu Zeitung?»

Mich braucht eigentlich niemand mehr zu überzeugen. Ich habe meine Zeitungen abonniert und möchte auf deren Papierausgaben bis auf weiteres auch nicht verzichten.

Wäre ich jedoch ein paar Jahre jünger, würde ich mich nach der Lektüre des Heftes erst recht fragen: «Ja, wozu denn eigentlich?»

von Martin Hitz

4 Bemerkungen zu «Wozu Zeitung?»

  1. meine güte, ein volg mit der süddeutschen? wo gibts denn sowas? ich hab den eindruck, dass immer weniger kioske die letzten paar qualitätstitel noch anbieten. z.b. an tankstellen, wo es früher noch ein nahezu komplettes zeitungs- und zeitschriftenangebot hatte, findet man heute meistens nur noch die trashblätter.

  2. Here, my dear. Im Volg meines Vertrauens gibt’s auch die “FAZ”, den “Tagi”, die “NZZ”, “Wendy – Pferde sind mein Leben” und gleich daneben sogar noch die “Weltwoche”.

  3. Fred David:

    Ich hatte am Samstag den gleichen Reflex, mich wieder mal mit einer ordentlichen Zeitung in den Biergarten hocken. Ich griff zur “Südeutschen” und war zwei sehr ergiebige Stunden beschäftigt. Hat gut getan.

    Dabei wurde mir der Unterschied (oder die Ergänzung) von print und web wieder einmal klar. Ich stiess u.a. auf einen Artikel, von dem ich nicht wusste , dass er mich interessiert: eine Story über die Insolvenz des weltgrössten Bierdeckelherstellers in einem Dorf in Süddeutschland. Einer der Gründe: Die Chinesen schlucken zwar immer mehr Bier und treiben den Weltumsatz an Bier hoch, aber sie trinken fast ausschliesslich aus der Flasche usw.usw. Pech für die Firma Katz, die 70% aller Bierdeckel herstellt. War eine tolle Kulturgeschichte des Bierdeckels.

    So ging es mir mit einer Fülle von gut geschriebenen Themen in dieser Nummer, insbeosndere in Kommentierung und Einordnung. Das ist der unschätzbare Blättereffekt, der die Zeitung am Leben halten wird – aber nur die gut gemachten.

    Das web hingegen ist unschlagbar mit Links, wenn ich gezielt nach Schlagworten suche und für die blitzartige Versorgung mit aktuellen Nachrichten

    Das sind zwei Ebenen, die sich im Grund genommen kongenial ergänzen, allerdings muss der print sich auf diese neue Funktion sich sehr viel stärker fokussieren als bisher.

    Erkenntnis von zwei Stunden im Biergarten, ohne Stromanschluss und ohne ewig schlappen Akku…

  4. “Serendipity” ist eben King und funktioniert am besten im Print. In immerhin bereits sieben Einträgen ist der Begriff bislang übrigens auf dem Medienspiegel vorgekommen.

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