Die SRG SSR idée suisse will konvergieren und ihre Radio- und Fernsehaktivitäten pro Landessprache unter eine Intendanz stellen (s. dazu die Zusammenfassung von Isabelle Imhof auf «NZZ Online»).
Diesen Schritt wollten die SRG-Verantwortlichen aber offenbar unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollziehen, soll SF-Chefin Ingrid Deltenre laut Medienberichten doch bereits als Intendantin der Region Deutschschweiz gesetzt gewesen sein.
Wenig Freude herrschte darob bei der Crew von Radio DRS. Und so soll die Leitung der neuen Regionaldirektion nun doch öffentlich ausgeschrieben werden.
Auch zwei Doyens des Schweizer (Medien-)Journalismus finden das Vorgehen der SRG-Oberen gar nicht lustig, nämlich – nicht ganz überraschend – Roger Schawinski im heutigen «Tages-Anzeiger» sowie Rainer Stadler in der aktuellen Ausgabe der «NZZ».
Nun dürfte mitreden(.ch) angesagt sein.
Update, 13. März 2009: Mitreden will offensichtlich Bundesrat Moritz Leuenberger. In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagt der Schweizer Kommunikationsminister:- «Konvergenz ist ein interessantes Projekt mit Chancen und Risiken. Die Chancen sehe ich vor allem im Onlinebereich. Nicht jedes Radio- und Fernsehprogramm muss seinen eigenen Internetauftritt haben. Bei den Anschaffungen, im Gebäudebereich oder bei der Technik kann man Synergien ebenfalls besser nutzen. Der Bund hat ja 2006 selber überprüft, ob die SRG-Gebühren richtig verwendet werden. Und es hat sich gezeigt, dass in diesen Bereichen Einsparpotenzial vorhanden ist.
[…]
Publizistisch birgt Konvergenz Risiken. Darum habe ich der SRG-Spitze mit aller Klarheit gesagt, dass ich zunächst die strukturellen Entscheide fällen würde und Personalentscheide erst nachher vornähme.»