Tamedia findet search.ch

Tamedia und die NZZ-Gruppe verkaufen ihre gemeinsame ZeitungverträgerInnenfirma Zuvo an die Schweizer Post (Medienmitteilung). Eine Firma weniger, in der sich die beiden Kontrahenten zusammenraufen müssen.

Im Gegenzug übernimmt Tamedia von der Post 75% am Schweizer «Internet-Portal» Search.ch, die «zweit meist besuchte Website» der Schweiz, wie es in der Medienmitteilung heisst (Google, Yahoo und die anderen Internet-Giganten sind allerdings nicht Teil dieser Rangliste).

Was Tamedia mit Search.ch im Schilde führt, ist unbekannt. Gut möglich, dass sich die Erbsenzähler nur für die Page Impressions, Visits und Unique Clients des Portals interessiert haben. Sicher wird sich aber etwa auch im Rubrikenbereich die eine oder andere interessante Lösung umsetzen lassen.

Mit der Übernahme von Search.ch hat Tamedia aber vor allem viel wertvolles Internet-Knowhow erworben. Dieses Knowhow steckt jedoch hauptsächlich in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Aufgehen von Search.ch im Tamedia-Konzern und das damit einhergehende Verschwinden des Start-up-Grooves würde wohl unweigerlich eine Abwanderung der hellsten Köpfe zur Folge haben. Die beeindruckenden Userfrequenzen dürften dann sehr rasch der Vergangenheit angehören.

Den Aufzeichnungen eines Mitarbeiters von Search.ch nach zu schliessen, hat Tamedia zumindest beim Erstkontakt mit den Mitarbeitenden der Suchmaschinen-Firma kein glückliches Händchen bewiesen. (Der Name des Mitarbeiters ist dem «Klein Report» – und allen anderen, die das «About me» des Weblogs konsultieren – bekannt. Und, lieber «Klein Report», Blogeinträge lassen sich übrigens auch verlinken.)

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

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