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11. Januar 2008

Sparschwein

Free lunch bei «WSJ.com»

Auch das «Wall Street Journal» will offenbar wieder Teil der Online-Konversation werden. Seit gestern Donnerstag sind nämlich sämtliche Kommentare («editorials and op-eds») des Finanzblatts online frei zugänglich. In einer Mitteilung heisst es dazu:

    «Everyone knows that Joseph Schumpeter's "creative destruction" is roiling the newspaper world, and today we'd like to announce something on the creative side. We're rolling out a new destination for the Journal editorial page offering free access to all of our editorials and op-eds, video interviews and commentary. It's as close as we'll get to conceding there is such a thing as a free lunch.»
Ein kluger Entscheid. Wenn ich mich selbst zitieren darf:
    «Und was macht denn den eigenen Brand aus? Sicher nicht nur die redigierten Agenturmeldungen, mit denen uns hierzulande die meisten Zeitungswebsites beglücken. Vielmehr sind es doch die eigenrecherchierten Geschichten, die ausführlichen Hintergrundberichte und die meist fundierten Analysen. Dieser <USP> wird von den meisten Schweizer Verlagen aber nur sehr restriktiv freigegeben und meist hinter Bezahl- und Registrierungsschranken versteckt. Auf die <einzigartigen> Zeitungsinhalte stösst man bei Internetrecherchen nur selten. Wer sich in der Burg verschanzt, kann auch verhungern!»

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