Google erzittern lassen

    «Google hat Angst vor uns [i.e. den Schweizer Verlegern].»

Und:

    «Wenn es uns nicht mehr gibt, haben sie bei Google auch keine Inhalte mehr».

Dies laut «persoenlich.com» die messerscharfe Analyse von Verlegerpräsident Hanspater Lebrument am Jahreskongress seines Verbandes.

In anderem Zusammenhang hat es Lebrument ja bereits einmal auf den Punkt gebracht:

    «[…] denn man versucht immer wieder, der Presse etwas wegzunehmen, und wir bekommen dafür nichts zurück. Jetzt wird eine klare Trennlinie geschaffen: Print und Internet gehören den Privaten»,

sagte der Verlegerpräsident vor Jahresfrist ähnlich luzid in einem Interview mit der «Werbewoche» (s. dazu hier).

Google in den Grundfesten erschüttern wollen die Schweizer Verleger bekanntlich mit der Lancierung neuer Newsportale. So sollen die User laut «Cash»-Website im kommenden Jahr über eine weitere – u.a. von «Schaffhauser Nachrichten», «Mittelland Zeitung», «Südostschweiz» und «NZZ» betriebene – Plattform mit News zugemüllt werden (s. dazu auch hier). Und ähnlich innovativ geben sich auch «Tages-Anzeiger», «Berner Zeitung», «Basler Zeitung», «Landbote» und «Thurgauer Zeitung» mit dem angekündigten «nationalen Online-Newsnetzwerk» (s. hier).

Ob man die Energie statt in Abwehrmassnahmen nicht besser in kreativere Projekte stecken würde?

P.S.: Erinnert Herr Lebrument in untenstehendem Video nicht irgendwie an einen unserer Bundesräte?

Link: sevenload.com

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

3 Bemerkungen zu «Google erzittern lassen»

  1. mds:

    Ich habe mich am Samstagvormittag köstlich amüsiert; Lebruments Äusserungen am Radio erinnerten an einen Dinosaurier, den man kurzfristig wiederbelebt hat… ;)

  2. Kristján Pétursson:

    Einfach délicieux, diese Medien-Haute cuisine die üns serviert wird :)
    Merci!

  3. Nick:

    telelebrument.ch!

    P.S. Erinnert die ausgefeilte Fragetechnik der Journalistin nicht an jene von Matthias Ackeret?

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