Nun zeigt Google den Verlegern, wo Gott hockt

Und schon hat Google auf die Drohungen des Verbands Schweizer Presse reagiert. ;-)

«Google [and] news services strike direct syndication deal», schreibt nämlich Amy Gahran auf «E-Media Tidbits»:

    «Today Google has begun hosting on its site material from five major news services: AP, Agence France-Presse, the UK Press Association, and the Canadian Press. The full content of these articles will appear on Google News, instead of only linking to news org sites where those stories have been syndicated.» (Beispiel)

Zumindest was die Tagesaktualität betrifft, geht’s auch ohne die Verleger, will uns Google damit wohl sagen.

Update, 2. September 2007: Der «Official blog from the team of Google News» sagt uns, dass der Internet-Dominator dies alles eigentlich nur den Verlegern zuliebe tut:

    By removing duplicate articles from our results, we’ll be able to surface even more stories and viewpoints from journalists and publishers from around the world. This change will provide more room on Google News for publishers‘ most highly valued content: original content. Previously, some of this content could be harder to find on Google News, and as a result of this change, you’ll have easier access to more of this content, and publishers will likely receive more traffic to their original content.

Ach wie nett und selbstlos – and not evil at all (man lese dazu auch den mit «Inside the Googleplex» überschriebenen Artikel in der aktuellen Ausgabe des «Economist»)! Nun müssen die «Publisher» ihren «original content» nur noch «freilassen».

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

3 Bemerkungen zu «Nun zeigt Google den Verlegern, wo Gott hockt»

  1. Nachrichtenagenturen sind auch Verleger! Sie verlegen nämlich Nachrichten. Und die sind weder für Google, noch für die Verleger gratis! :)
    Und die Agenturen verkaufen keine Zeitungen an die Leser, also können die gar nicht direkt profitieren!

  2. Bobby California:

    Ich verstehe das Theater um Google News je länger, je weniger. Wenn Google einen Deal mit den Agenturen machen kann, warum geht’s dann mit den Verlegern nicht? Lustig, wie alle versuchen, sich gegenseitig das Wasser abzugraben.
    Als Konsument besuche ich die Seite, der ich am ehesten vertraue. Und da ist das News-Angebot nur ein Aspekt unter vielen. Mit ein bisschen Fantasie und interessanten Zusatzfunktionen (Blogs, Umfragen, Archiv etc) haben es die Verleger in der Hand, Google News zu schlagen. Aber wenn ich nicht einmal die wenigen angerissenen Artikel gratis anschauen kann (zB auf http://www.zol.ch), dann gehe ich natürlich lieber zu den Raubrittern.

  3. Chef vom Dienst:

    Warum eigentlich Google News? Für die Aggregation von Nachrichten nutze ich nur noch RSS-Feeds.

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