«Tagi»-Konzernjournalismus

Die nachfolgende Zuschrift des Patrouilleur médiatique soll der geneigten Leserschaft nicht vorenthalten werden, zumal dem Medienspiegler der Zugriff auf den «Tages-Anzeiger» derzeit nicht möglich ist (mehr zum Entscheid des Bundesrates zu den Versorgungsgebieten für gebührenberechtigte Regionalfernsehsender folgt später – vielleicht gibt’s hier):

    «Die Regionalfernsehen streiten sich um Gebührengelder, und Tele Züri will natürlich auch in den Topf greifen. Feuerschutz erhält es vom Chefredaktor des Tages-Anzeigers. Der schreibt zwar heute in seinem Kommentar: <… dass ein professionell geführtes Medienhaus konsequent zwischen unternehmerischer Verantwortung und innerer journalistischer Freiheit zu trennen weiss.> Er meint damit natürlich seinen Brötchengeber. Und lobt dann den <hohen journalistischen Standard> von Tele Züri, und teilt etwas weniger unverblümt mit, warum Tamedia diese Gebührengelder haben muss. Ein besseres Argument dafür, dass man Tele Züri diese subventionierte Konzession nicht geben darf, konnte Hartmeier nicht liefern. Nicht zum ersten Mal betreibt der <Tages-Anzeiger>-Chef unverhohlenen Konzernjournalismus. Das erträgt die Schweizer Medienlandschaft nicht. Und tut auch der Glaubwürdigkeit des <Tages-Anzeigers> nicht gut.»

von Martin Hitz

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