Es webzweinullt im Schweizerland
Nun hat auch das Ringier-Gratisblatt «Heute» eine Mitmach-Website lanciert. Unter «heute-abend.ch» soll eine Art «Social Network» Mega-Blog oder eine «Community» entstehen, wo Normalbürger gleichberechtigt mit der «Heute»-Redaktion draufloskommunizieren können. In den Erklärungen zur Website heisst es dazu:
- «Wir machen keinen Unterschied zwischen Redakteuren [von «Heute»] oder Usern. Die Storys auf der Startseite müssen daher nicht zwangsläufig von uns sein, sondern können durchaus auch von Usern geschrieben sein.»
Für ein traditionelles Medienunternehmen wie Ringier doch recht überraschend: Inserate (mit Bild) können auf «heute-abend.ch» gratis und franko platziert werden. Und damit nicht genug. Die Kleinanzeigen sollen zumindest «teilweise» auch den Weg in die gedruckte Ausgabe der Gratiszeitung finden. «Kannibalisiere Dich selbst, bevor es Craigslist tut», dürfte hier wohl die Devise lauten.
Noch geschieht wenig auf «heute-abend.ch». Dies ist nicht weiter verwunderlich. Die Website befindet sich gemäss Selbstdeklaration nämlich noch in der Betaphase und bietet derzeit auch keine offen zugängliche Registrierung an. Wie beim «Magazin» (s.hier) hält man sich offenbar auch bei «Heute» an das Entwickler-Prinzip «release soon, release often».