«Blick»: Die Sau rauslassen!
Nicht ganz unerwartet kann es auch Medienkolumnist und -berater Kurt W. Zimmermann nicht lassen, sich in der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» mit den Turbulenzen rund um die Boulevardzeitung «Blick» zu befassen.
Das Ringierblatt sei ein «Unikum in der internationalen Medienindustrie», denn Boulevard und Political Correctness würden sich nicht vertragen:
- «Der Blick ist in der Falle gefangen, die ihm Michael Ringier aufgestellt hat. Der Verleger pendelt zwischen seinem Haus am Zürichsee und seinem Haus in Celerina. Er pendelt zwischen den Hayeks und Leuthards und Federers und Müller-Möhls. Er ist zudem ein Mann von kultivierter Lebensart. Man kann ihn verstehen, dass er keine Lust hat, in der kleinen Schweiz ständig auf die potenziellen Opfer einer hemdsärmligen Boulevardtruppe zu treffen.
Darum hat er sich seine einzigartige und eigenwillige Definition des Boulevardjournalismus zurechtgelegt und seinen Journalisten ein entsprechendes Redaktionstestament vorgegeben. Sein Konzept der Sündenfreiheit ist natürlich seit Jahren ein Misserfolg, weil es die Realität in der Medienindustrie verklärt und verkennt. Anders als einem Rupert Murdoch von der Sun oder einem David Pecker vom National Enquirer blieb ihm dafür stets erspart, sich andauernd für seine frechen Journalisten rechtfertigen zu müssen.»
Der «Blick» ist unter anderem übrigens auch Thema eines «Werbewoche»-Interviews mit Ringier-Schweiz-Chef Thomas Landolt.
Bemerkungen
Ganz ehrlich, ich bin sehr froh darüber, dass Boulevard in der Schweiz nicht auf dem Niveau von England oder Deutschland stattfindet.
Von: David am 29.03.07 15:37
Posted on 29.03.07 15:37
Zum Thema: Interview mit Michael Ringier in der "NZZ am Sonntag" vom 25.März 2007.
Von: Yogi am 03.04.07 14:29
Posted on 03.04.07 14:29