Da reist ein Schweizer Bänkler, Ospel mit Namen, aus total mega-altruistischen Gründen mit einigen ETH-Studenten im Gepäck nach London, nimmt ein paar JournalistInnen mit – und schon sind die Sonntagszeitungen voll mit Berichten und Interviews zum Reisli (wer’s gesehen hat, kann’s bezeugen).
Nicht nur wir haben uns am vergangenen Wochenende darüber gewundert. Max Frenkel schreibt nämlich in der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» (Artikel online nicht frei zugänglich):
- «So entsandte sogar die NZZ am Sonntag eine Journalistin eigens für ein Ereignis nach London, das wenig mehr als dürftig verhüllte Firmen-PR war. Das Resultat war ein überaus gross aufgemachter Bericht mit zwei Bildern Ospels. Der Anlass selbst ging angeblich auf eine Anregung des ETH-Rektors zurück. Beide Seiten kamen auf ihre Rechnung. Für Ospel war es «bereichernd», die «Perspektive der Studenten zu sehen». Diese meinten: «Wieso soll der Chef eines florierenden globalen Konzerns nicht gleich viel verdienen wie ein Fussballer?» Fragen dazu stellten sie ihrem Gegenüber schon gar keine. Und London ist schliesslich immer eine Reise wert.»
Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang noch einmal auf den Eintrag «Glaubwürdigkeit der Medien in Gefahr».