Unter dem Titel «Fitness für die Tante» befasst sich Markus Schär im Magazin «Facts» mit der für den kommenden Montag angekündigten sanften Renovation der «NZZ» (Artikel online nicht frei zugänglich):
- «Zwei Stunden lang legt [<NZZ>-Chefredaktor] Markus Spillmann dar, weshalb die Revolution, die er am nächsten Montag durchführt, keine Revolution ist. Erst dann zieht er unter seinem Stapel von Musterseiten die Maquette hervor: Sein Blatt, das seit 227 Jahren als <Neue Zürcher Zeitung> auftritt, bekommt als letzte ernst zu nehmende Tageszeitung der Welt eine Frontseite, die diese Bezeichnung verdient.»
Der Umbau der «NZZ» wird im Blatt seit zwei Tagen ausgiebig beworben und hinterlässt ein wenig den Eindruck von «A small step für die Leser, a giant leap für die Redaktion». Aber warten wir doch erst mal die kommenden Wochen ab.
Mich nervt nach einer Woche neuem Layout schon gewaltig, dass das ausführliche Radioprogramm und die Radiohinweise still und leise rausgekippt wurde. Klar: einzelne der aufgeführten Radiosender wurden bereits von der Monopolistin Cablecom aus dem Kabel verbannt. Trotzdem: als audiophiler Leser vermisse ich diese detaillierten Angaben extrem. Die Seite immer noch “Fernseh- und Radioprogramme” zu nennen ist purer Etikettenschwindel!
Auch ich vermisse das konventionelle Radioprogramm nach Sender geordnet ausserordentlich. Und: wo ist die Fernseh- und Radiokritik “Blick auf den Bildschirm” “Am Radio gehört”. Einfach weg…