In einem offenen Leserbrief an die «Werbewoche» weist «Medienlese»-Blogger Ronnie Grob auf die verblüffende Ähnlichkeit zwischen einem von ihm verfassten Beitrag und einer auf der «Werbewoche»-Website publizierten Meldung hin.
Journalismus ist auch die Kunst der Wiederverwertung, liebe «Werbewoche». Aber doch nicht so!
Update: Und schon hat sich der «Werbewoche»-Autor bei Grob entschuldigt. Vorbildlich!
Journalist A liest bei Blogger B einen Blog-Eintrag inklusive Bild. Das Bild stammt aus Zeitschrift C und hat Blogger B zum Beitrag veranlasst. Journalist A lässt sich vom Bild ebenfalls zu einem Beitrag inspirieren, dessen Inhalt sich allerdings vom Text von Blogger B deutlich unterscheidet, lediglich der Ausgangspunkt, also das Bild, ist identisch. Muss Journalist A in diesem Fall Blogger B in seinem Beitrag erwähnen?
@Kommentator D: Der Inhalt unterscheidet sich deutlich? Bei mindestens acht Übereinstimmungen auf etwa dreissig Zeilen?
Kommentator D: Da Du eventuell Journalist bist, verstehe ich, dass Du so einen Kommentar nicht unter Deinem eigenen Namen schreibst.
Bin auch Journalist, schreibe auch nicht unter eigenem Namen, bin aber völlig einverstanden mit Ronnie: Das ist ein klarer Fall von schamlosem Abkupfern! Blogger B hat Journalist A zum Beitrag, sprich, zum Drücken der Kopiertaste veranlasst, nicht Zeitschrift C.