Die Aufregung unter den (Online-)Medienmachern muss gross gewesen sein, als «Tages-Anzeiger» und «Blick» gestern mit Scoops zur Denner-Übernahme aufwarteten. «NZZ Online» etwa liess sich bereits im Verlauf des Vormittags zu folgender Frontpage-Schlagzeile hinreissen – dies mehrere Stunden vor der offiziellen Bestätigung des Takeovers, notabene:

«Die Hintergründe zu den Schlagzeilen von morgen» in Ehren, aber war das nicht etwas gar risikant, etwas allzu midrisk-journalistisch?
Aber auch andere taten sich im Umgang mit der möglichen Fusion schwer. Das Detailhandelsportal «persoenlich.com» vermochte am Nachmittag zwar mit dem nach eigenem Bekunden ersten – allerdings ziemlich nichtssagenden – Interview mit Denner-Chef Philippe Gaydoul aufzutrumpfen, zeigte davor aber im Umgang mit der M&A-Terminologie Nachholbedarf:

Wer wollte da nun wen übernehmen?
Auf Nummer ganz sicher ist gestern die «Cash»-Familie gegangen. Um 13 Uhr tauchte die mögliche Denner-Übernahme auf der Frontseite von «Cash.ch» und im LivePaper von «Cash daily» jedenfalls gar nicht erst auf! Dies wohl, weil Gerüchte in diesen Publikationen keinen Platz haben
eine solche übernahme muss tatsächlich genauer unter die lupe genommen werden. noch wirkungsvoller liesse es sich mit dem bisher einzigen gemeinschaftsprojekt von coop und migros analysieren: dem migroscoop.
Das Detailhandelsportal «persoenlich.com»?