Auch in der Nordostschweiz zieht man sich wärmer an. Per 2. April sollen der Winterthurer «Landbote» und die «Thurgauer Zeitung» von einem überregionalen, als «Nordostschweiz» bezeichneten Mantel umhüllt werden, wie in einer AP-Meldung (via «NZZ Online») zu lesen ist. Beide Blätter sind mit der Zürcher Tamedia verbandelt – die «Thurgauer Zeitung» zu 100 Prozent, der «Landbote» zu 20 Prozent.
Unter der Leitung von «Landbote»-Chefredaktorin Colette Gradwohl sollen die Ressorts Inland, Ausland, Wirtschaft, Kultur und Sport künftig von einer in Winterthur angesiedelten Redaktion produziert werden. Schaut man sich heute um 17.30 Uhr das Ressort Wirtschaft in der Online Ausgabe der «Thurgauer Zeitung» an, ist das vielleicht gar nicht so schlecht:

Die Berichterstattung zu regionalen Themen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport besorgen weiterhin eigenständige Redaktionen in Frauenfeld und Winterthur. Das Verlags- und Anzeigengeschäft der beiden Zeitungen soll in Frauenfeld gebündelt werden. Insgesamt gehen so 3,2 Stellen verloren.
Update, 9. Januar 2007: «Thurgauer Zeitung»-Chefredaktor Andreas Netzle befragt seinen Chef, Tamedia-Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx, zur Kooperation zwischen seinem Blatt und dem «Landboten». Laut Coninx sind auch die «Schaffhauser Nachrichten» («SN») dazu eingeladen worden, sich dem Zeitungsverbund «Nordostschweiz» anzuschliessen. Das Angebot sei vorerst aber ausgeschlagen worden. «Ich bin sicher, dass sie [die «SN»] sich vom Erfolg der Kooperation ebenfalls überzeugen lassen», meint Coninx im Interview dazu lakonisch.