«TimesSelect»: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Seit der vor gut einem Jahr erfolgten Einführung von «TimesSelect», dem kostenpflichtigen Online-Angebot der «New York Times», ist der überwiegende Teil der Leitartikel und Kommentare der «Grey Lady» via Internet nur noch für Printabonnenten und Zahlungswillige zugänglich. Starkolumnist «Tom Friedman hates it!», und zwar aus gutem Grund, wie «Editors Weblog»-Autor John Burke herausgefunden hat.

Während die Kolumnen von Friedman, Krugman, Dowd& Co. vor der Einführung von «TimesSelect» nämlich regelmässig in der «Most E-Mailed»-Liste der «New York Times» aufgetaucht waren, sind sie seit der Errichtung der Registrierungsbarriere nahezu vollständig aus dem «Most Popular»-Gefäss von «NYTimes.com» verschwunden. Und damit seien die bekanntesten Stimmen der Qualitätszeitung von der «online conversation» weitgehend ausgeschlossen, stellt Burke richtig fest.

Nun sind die Kolumnen der Edelfedern in den vergangenen Tagen aber plötzlich wieder in den Popularitätslisten aufgetaucht. Grund: Vom 6. bis zum 12. November ist «TimesSelect Free Access Week».

Burke schliesst seine Beobachtungen mit folgender Anregung:

    «It’s time for the Times to ask itself, „Is the nearly $10 million (a substantial but not extraordinarily significant sum considering NYT’s revenues), that TimesSelect (reportedly) brought in during its first year worth the loss of such prestigious influence?“»

von Martin Hitz | Kategorie: Sparschwein

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