Es gibt den «Pendlerblog», es gibt den «heute»-Watchblog, und auch die «Weltwoche» unter Köppel 2.0 soll beobachtet werden, und zwar von der «Weltwochenschau», die derzeit aber mehr schläft als wacht, und von «Schreiben, was ist», der es besser zu machen verspricht.
Aber wer wacht eigentlich über «Cash daily», wo zum Beispiel Leadsätze wie «Nun gibt es ein neuer Webauftritt» zu lesen sind?

Und auch das ist übrigens «Cash daily»: Pressemitteilung 1:1, im redaktionellen Teil, wohlverstanden:

Gute Frage, ja, wer meldet sich? Meine bisherige Leseerfahrung ist die: Wenn ich bei “20 Minuten” nach 10 Minuten das Gefühl hatte, nun alles, wenn nicht gelesen, doch gesehen zu haben, so war das bei “Cash Daily” schon nach 3 oder 5 Minuten der Fall. Ich dränge mich mal nicht vor.
Und wo ist der “Blick”Watchblog? Der NZZ- und Tagi-Watcher?
Die beiden Weltwochen-Watch-Blogs wirken nicht nur müde, sie er-müden auch…
Watchblogs tönen gut und sind gerade in. Doch wenn sie sich auf einen einzigen Titel konzentrieren und zudem von einem einzigen Blogger gestemmt werden, sterben sie meist nach wenigen Wochen oder Monaten.
Ich für meinen Teil wünsche mir, dass zuerst die bestehenden Plattformen mehr Autoren finden. Falls einzelne Titel – gerade wie heute oder cash daily – auch nach einem halben Jahr noch genügend Material hergeben, lassen sich die Watchblogs immer noch als Spinoff lancieren.
«Via Web in die Schweiz». Potzdonner – das ist ja mindestens Web 3.0!
Und ich meinte immer, man käme nur per Auto, Flugzeug, zu Fuss, mit dem Schiff oder so in ein fremdes Land
Ein Watchblog würde bei Cash Daily sicher fündig.
Medienmitteilungen als redaktioneller Inhalt sind Alltag, auch bei der NZZ übrigens. Dazu kommt, dass ein grosser Teil der Agenturmeldungen ebenfalls auf Medienmitteilungen beruht, häufig auch 1:1… eigene Inhalte in den Medien sind rar.
Was Cash Daily betrifft: Was soll ein Watchblog für eine Zeit, die kaum jemand liest, überhaupt bringen?