Was David Sifry alle drei Monate erstellt, scheint Medienspiegel-Kolumnist Heribert Seifert im Jahresrhythmus zu verfassen, nämlich einen Bericht zum «State of the Blogosphere». Vor einem guten Jahr war Seiferts Artikel in der «NZZ» mit «Digitale Wachhunde» überschrieben, in der heutigen Medienbeilage lautet der Titel der Bestandesaufnahme «Sprachrohre einer egalitären (Medien-)Öffentlichkeit».
Für Rainer Stadler ist die Internet-Welt nach wie vor «reich an Tücken und Finten». Es sei oft schwer ersichtlich, wer in wessen Auftrag spreche, kommentiere und lamentiere. Aber, lieber ras., ist das bei den traditionellen Medien denn so viel anders? Wie kommen all die Kosmetika-Besprechungen in den Stil-Bund der «NZZ am Sonntag»? Wer finanziert die Trips der Reisejournalisten. Und welcher Wirtschaftsredaktor ist sonst noch für Spin Doctors oder Kommunikationsberater tätig (s. dazu «Von Spin Doctors und Maulwürfen»)?
In einem weiteren Artikel darf Norbert Neininger, Verleger und Chefredaktor der «Schaffhauser Nachrichten», die aktuellen Zahlen zu den Reichweiten der Schweizer Presse in Zweifel ziehen. Sein Blatt zählt zu den grossen «Verlierern» der jüngsten Wemf-Erhebung (s. dazu auch hier).
Am Beispiel des «Intelligenzblatts für die Stadt Bern» berichtet Stephan Betschon schliesslich von der Digitalisierung von Zeitungsarchiven.