Halt doch meist Cut & Paste
Für seine aktuelle «Weltwoche»-Kolumne (online nicht frei zugänglich) hat Kurt W. Zimmermann ausnahmsweise nicht auf die SMD zurückgreifen können.
Unter dem netten Titel «Copy, paste, basta» versucht der Medienberater herauszufinden, ob die Vermittlung von News im Internet wirklich zu den Kernkompetenzen der Schweizer Verleger gehört, wie dies Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Presse, im Zusammenhang mit dem «Vordringen» des Schweizer Fernsehens in diesen Bereich immer wieder von Neuem betont (s. dazu «Der Internetkuchen gehört der Presse»).
Zimmermanns Schlusssatz lautete nicht ganz überraschend: «Copy, paste. Da ist TV tatsächlich in die Kernkompetenz der Presse eingedrungen.» Was zuvor in der Kolumne stand, kann man sich ja etwa vorstellen.
Disclosure: Der Schreibende ist zurzeit als Berater für Schweizer Fernsehen tätig.
Bemerkungen
Apropos Kurt W. Zimmermann (ist das wohl Zufall, das double-u im Namen oder korreliert das mit dem Intelligenzquotienten?): Was bewegt eigentlich den selbsternannten Medienkritiker dazu, immer wenn er von sich spricht, in der "wir"-Form zu schreiben?
Will er damit seiner Meinung Nachdruck verleihen? Immerhin klingt es dann so, als wäre die ganze Redkation oder die ganze Leserschaft seiner Meinung. Ob er diese vorher gefragt hat?
Kann er sich keine eigene Meinung leisten oder ist es schlicht ein Anflug von Grössenwahn (pluralis majestatis)? Ich persönlich finde es nur lächerlich, wenn ein Kommentator schreibt "wir denken", wenn er von sich selber spricht. Oder höchstens noch bemittleidendswert, im Falle von akuter Schizophrenie.
Von: Tim der Grosse am 01.09.06 21:23
Posted on 01.09.06 21:23