Einen veritablen TV-Gipfel will Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre im kommenden Sommer veranstalten, wie Simon Bärtschi am vergangenen Wochenende in der «SonntagsZeitung» berichtete (Artikel online nicht frei zugänglich).
Eingeladen sind so illustre Persönlichkeiten wie Ueli Maurer und Fulvio Pelli, Jacqueline Fehr und Lucrezia Meier-Schatz, aber etwa auch Hanspeter Lebrument und Peter Studer (die zusammen eine eigene Arbeitsgruppe bilden könnten) oder Ottfried Jarren und Stephan Russ-Mohl. Diskutiert werden soll laut «SonntagsZeitung» über Auftrag und Strategie des Schweizer Fernsehens.
Nicht viel übrig für Deltenres Vorhaben hat Rainer Stadler in der «NZZ»:
- «Man kann das Unternehmen von Deltenre positiv oder kritisch bewerten. Positiv in dem Sinne, dass es einen Versuch darstellt, Nabelschauen zu vermeiden und die Perspektiven von Akteuren ausserhalb des Medienmilieus zu berücksichtigen. Kritisch insofern, als es ein Mittel des politischen Marketings sein könnte, um das Schweizer Fernsehen präventiv gegen Kritik und Opposition abzusichern. Kritisch auch deshalb, weil der Eindruck entstehen mag, es herrsche Ratlosigkeit ob der strategischen Ausrichtung des öffentlichen Fernsehens. […]
Darum würde es eher erstaunen, wenn neue Erkenntnisse über die Leitlinien des öffentlichen Rundfunks gewonnen werden könnten. Konflikte entstehen ohnehin selten bei der Festlegung von Werten, sondern bei deren Umsetzung. Bei dieser Aufgabe können und sollen allerdings weder Politiker noch Wirtschaftsleute helfen.»
jaja: und du stehst – gemäss NZZ – nicht auf der einladungsliste. himmel!