Tamedia setzt weiter auf das traditionelle Zeitungsgeschäft. Wie einer am Montag veröffentlichten Mitteilung (PDF, 44 KB) zu entnehmen ist, will das Zürcher Verlagshaus im 4. Quartal 2006 weitere Regionalausgaben des «Tages-Anzeigers» lancieren – je eine für das rechte Zürichseeufer, das Zürcher Oberland, das Zürcher Unterland sowie für die Stadt Zürich. Zu dem Entscheid beigetragen hätten die «positiven Erfahrungen mit der seit gut einem Jahr erscheinenden Regionalausgabe am linken Zürichseeufer.» Gleichzeitig soll das Layout des «Tages-Anzeigers» einer Renovation unterzogen werden.
Mit der erweiterten «Regionalisierung» sollen 65 Stellen geschaffen werden, drei Viertel davon im redaktionellen Bereich. Finanziert wird das Ganze «mit zusätzlichen Mitteln im hohen einstelligen Millionenbereich und Umlagerungen und Einsparungen durch Produktivitätsfortschritte in Verlag und Redaktion. Ein Stellenabbau ist in diesem Zusammenhang nicht auszuschliessen.»
Noch scheint bei Tamedia also die «Dead Trees»-Fraktion das Sagen zu haben. Ob man mit den neuen Regionalausgaben aber neue, junge Leser an sich binden kann? Oder überlässt man das dem Pendlerblatt aus dem eigenen Haus? Und was man mit diesen Millionen im Internetbereich nicht alles machen könnte!