«Léman Bleu bleibt eidgenössisch», war vor einigen Wochen an dieser Stelle zu lesen. Nun scheint wieder alles ganz anders zu sein. Wie die sda berichtet, haben die Aktionäre des defizitären Genfer Lokalfernsehsenders am vergangenen Donnerstag ein Angebot des französischen Verlegers Philippe Hersant und seines Genfer Partners Stéphane Barbier-Muller angenommen. Hersant und Barbier-Muller wollen 1,2 Mio. Franken in Léman Bleu investieren. Die Kontrolle über den Sender bleibt aber weiterhin bei der Stadt Genf, die über eine Stimmenmehrheit verfügt.
Hersant und Barbier-Muller haben sich damit gegen die Lausanner Edipresse durchgesetzt, die sich ebenfalls für Léman Bleu interessierte. Mit seinen Beteiligungen an der Waadtländer Zeitung «La Côte» und am Neuenburger Blatt «L’Express» wildert Hersant bereits seit einiger Zeit im Edipresse-Reservat.