Unter dem Titel «Die Fernbedienung als Zeitmaschine» widmet sich Stefan Betschon in der heutigen «NZZ» den sogenannten Personal Videorecordern (PVR), die eine zeitversetzte und damit flexiblere und individualisierte Fernsehnutzung ermöglichen. (Endlich wird die Fernbedienung ihrer englischen bzw. italienischen Übersetzung gerecht, die da «Remote Control» bzw. «Telecommando» lautet.)
Mein Lieblingssatz:
- «Man schaut Sendungen und nicht Sender, der Lieblingskanal heisst nicht SF 1 oder ARD, sondern <Archiv>.»
Auch Rainer Stadler denkt über den flexiblen Medienkonsumenten der Zukunft (oder der Gegenwart?) nach,
- «der souverän alle Tasten und Mäuse in Bewegung setzt, um flexibel durch die Wissenswelten des Cyberspace und der Fernsehkanäle zu steuern und neue Bildungshorizonte zu erreichen».
Zur Individualisierung und zur Fragmentierung des Publikums s. auch «Der geläuterte Professor»