GAV: Fertig Eierkuchen!

Die Schweizer Verleger wollen künftig auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Branche verzichten. Dies beschloss der Verband Schweizer Presse an seinem Jahreskongress in Lausanne. Stattdessen soll künftig auf Betriebsebene verhandelt werden. Die Branche kehre damit nach 20 Jahren mit schlechten Erfahrungen zur medialen Normalität zurück, wird Hanspeter Lebrument, Präsident des Verlegerverbands, in einer sda-Meldung zitiert.

Die Mediengewerkschaft comedia ist entrüstet und lässt in einer Medienmitteilung verlauten, «dass der Verlegerverband mit seiner Führungscrew einer schleichenden SVP-isierung unterworfen wird». Comedia will nun «mit den vernüftigen Verlegern das Gespräch über die Weiterführung der beschädigten Sozialpartnerschaft führen».

Update, 17. September 2004: Laut einem Bericht der «Aargauer Zeitung» ist der Entscheid für einen GAV-Verzicht «fragwürdig zustande gekommen». Einige Verleger fühlten sich «von Präsident Hanspeter Lebrument über den Tisch gezogen».

Update, 18. September 2004: Oder vielleicht doch noch ein GAV? Denn sie wissen nicht, was sie tun – die Verleger.

Update, 20. September 2004: In einem Interview mit «persoenlich.com» nimmt Verlegerpräsident Lebrument Stellung zur «Konfusion» um den GAV-Verzicht.

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau, Sparschwein

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