«Frontal» als SVP-Parteiblatt?

Für den «Tages-Anzeiger» hat sich Hans Nussbaumer bemüht, mehr über die angeblich geplante rechtsbürgerliche Boulevardzeitung «Frontal» herauszufinden (siehe auch «Frontal?» und «Frontal» gegen den <Blick>»). Recherchen und die Lektüre anderer Zeitungen und Weblogs(?) haben ihn aber auch nicht viel weiter gebracht. Gemäss Jörg N. Rappold, seines Zeichens Jean-Frey-Aktionär und ehemaliger Zürcher FDP-Kantonsrat, ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Geld für das Projekt aus den Schatullen der Jean Frey AG stammt (Rapold schätzt die Investitionskosten für ein derartiges Projekt auf 50 bis 60 Millionen Franken). Gemäss «Tages-Anzeiger» sind auch noch bei keiner Schweizer Grossdruckerei Offertanfragen für einen allfälligen Druckauftrag eingeholt worden.

Nach dem «Linksrutsch» des «Blicks» ist SVP-«Denker» Christoph Mörgeli laut «Tagi» aber der Meinung, dass «die SVP ein Boulevardmedium als Standbein brauche», und der SVP-Fuhrunternehmer Ulrich Giezendanner wird mit der Aussage zitiert: «Wir wollen eine Zeitung, die Promotion für uns betreibt.» Gibt es wirklich Investoren, die bereit sind, 50 bis 60 Millionen Franken in eine Parteizeitung zu stecken?

von Martin Hitz

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