«Tages-Anzeiger» umgebaut

Seit heute Dienstag erscheint der «Tages-Anzeiger» mit neuer Blattstruktur, die an dieser Stelle bereits in groben Zügen beschrieben wurde. Als «Herzstück» bezeichnet Chefredaktor Peter Hartmeier in der Kommentarspalte den Regionalteil im zweiten Bund. Dass man damit Gefahr läuft, noch ausgeprägter als Zürcher Zeitung wahrgenommen zu werden und sich somit tendenziell vom nationalen Markt verabschiedet, scheint den Verantwortlichen egal zu sein.

Stolz scheint man auch auf die Annäherung an Pendlerzeitungen zu sein. Alle Ressorts weisen nun eine Spalte mit Kurznachrichten auf. «Der eilige Leser kann sich so in 25 Minuten einen Überblick verschaffen», lautet Hartmeiers Erklärung dazu. Das sollte wohl originell und innovativ sein. Aber wer will denn das Internet von gestern heute auf Papier? Bei «20 Minuten» erhält man das ja ohnehin bereits gratis.

Update, 1. April 2004: In der «Weltwoche» (Artikel online nicht frei zugänglich) bespricht Christian Seiler die sanfte «Tagi»-Renovation. «Der neue Tages-Anzeiger bekennt sich zu mehr Provinzialität», meint er.

von Martin Hitz | Kategorie: Medienschau

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