Kurt Imhof ist tot

«Der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof ist am Sonntagmorgen 59-jährig in Zürich gestorben.» («NZZ»)

Er wird uns fehlen. Ich bin sehr traurig.

Hier einige seiner Wortmeldungen auf dem Medienspiegel.

Und:

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Nachgeholt: Tamedia geht auf tutti

Vor Wochenfrist die Übernahme der Auktionsplattform Ricardo.ch zum Preis von 240 Millionen Franken (Medienmitteilung), nur wenige Tage später der Erwerb der noch nicht zum Konzern gehörenden 50 Prozent der Anzeigen-Websites Tutti.ch und Car4you.ch für (maximal) 27,5 Millionen Franken (Medienmitteilung): Tamedia kauft sich das Kleinanzeigengeschäft zurück.

Auch Ringier lässt sich den Einstieg in den Rubrikenmarkt offenbar viel kosten. Rund 830 Millionen Franken sollen die beiden Verlage, die einmal als Partner und einmal als Konkurrenten auftreten, gemäss «NZZ» in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Auto-, Immobilien und Stellenplattformen investiert haben.

Das tönt gegenwärtig zwar nicht mehr nach sehr viel, ist aber doch noch ein ordentlicher Batzen, vor allem wenn man bedenkt, dass Craigslist, Google, Ebay und Konsorten «just a mousecklick away» sind.

Erinnert sich eigentlich noch jemand an Swissclick?

Siehe auch:

- Teurer Kampf um digitale Kleinanzeigen (Rainer Stadler, «NZZ»)

- Ricardo-Übernahme heizt Wettbewerb an (Marc Iseli, «Handelszeitung»)

- Tamedia gewinnt das Rennen um Ricardo (Christoph G. Schmutz, «NZZ»)

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Man rechne!

Aus der «NZZ» vom 31. Januar 2015:
Man_rechne

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«Tages-Anzeiger» und «Sonntagszeitung» − Zwei für einen

Arthur Rutishauser soll ab dem kommenden Jahr nicht mehr nur der «Sonntagszeitung» als Schriftleiter vorstehen, sondern zusätzlich auch Res Strehle als Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» ablösen. Strehle, der dannzumal das Pensionsalter erreicht, wird dem «Tagi» mit einem reduzierten Pensum aber «als Publizist und Mentor» erhalten bleiben. Aus der Medienmitteilung:

«Die gemeinsame publizistische Leitung beider Redaktionen ist nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung der digitalen Verbreitungskanäle bedingt und antwortet auf die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser. Immer mehr Leserinnen und Leser wollen sich während der gesamten Woche und rund um die Uhr auf einer Plattform informieren. Je digitaler die Nutzung wird, umso enger werden Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung deshalb im Netz zusammenrücken.»

Bereits heute stammen die Inhalte aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Sport und Wissen in «Tages-Anzeiger» und «Sonntagszeitung» aus fusionierten Ressorts. Neu soll auch die Auslandberichterstattung der beiden Blätter zusammengelegt werden.

«Die Kern-Ressorts in den Bereichen Schweiz, Wirtschaft, Recherche und Zürich bleiben aber weiterhin eigenständig und stehen für die eigene Identität der gedruckten Zeitungen»,

heisst es in der Medienmitteilung dazu.

Der Entscheid werde «keine Auswirkungen auf die Redaktionsstellen» haben, liess Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber «persoenlich.com» verlauten.

Schaumermal.

Und noch eine kleine Anekdote aus der «Südostschweiz», wo Dennis Bühler folgendes zu vermelden weiss:

«Strehle bleibt dem ‹Tages-Anzeiger› trotz Ruhestand über 2016 hinaus erhalten – als Publizist und Mentor. Wortwörtlich sagte Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino am Mittwoch bei der internen Orientierung der ‹Tagi›-Redaktion, ‹im Unterschied zu Schettino&rsaquo> gehe ‹Strehle nicht vorzeitig von Bord›. Worauf ein Raunen durch die anwesenden Redaktoren ging. Die meisten nämlich verstanden die Anspielung auf den Kapitän der 2012 gesunkenen ‹Costa Concordia› so, wie sie wohl nicht beabsichtigt, aber halt doch impliziert war: Sie glauben, sich nicht mehr auf einem Flagg-, sondern auf einem sinkenden Schiff zu befinden.»

Mehr dazu:

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Bitte mal herhören, NZZ-VR!

So geht das mit der Chefredaktoren- bzw. Chefredaktorinnenfindung bei einem richtigen Qualitätsblatt:

«It’s been 50 years since an outsider [...] was made editor [...]. The main reason for that inward focus is that the editor needs to know how to navigate the idiosyncratic culture of the newspaper [...]. The editor must act as part coach and part referee, for there are many brilliant minds, including some world-class experts in their fields; discussion is polite, but pointed. The paper’s no-bylines policy and tight editing give it an air of collegial unity, but also mean that the editor is, even more than at other old newspapers, the custodian of a long intellectual tradition and an established way of doing things. All this makes it highly unlikely that a complete newcomer could win the staff’s confidence.

And that confidence is essential to getting the job. While it’s the company’s directors — all but one of whom are also men — who interview the candidates and recommend one to the trustees, a quartet of eminences who act as guarantors of the editor’s independence, all [...] staff are encouraged to write in with their opinions on who should win. [...]

You might imagine the selection process for such a bastion of the [...] establishment to include some arcane rituals, perhaps involving gowns and Latin. You’d be disappointed. After [XY], the incumbent, announced that he was leaving to head up Bloomberg News, hopefuls were asked to write a short email to the current board chairman [...] to say they wished to run. [...]

What happened next, however, could have happened nowhere else. An all-staff email went out containing the full list of candidates, including the two of us employed elsewhere, without so much as a request to keep it confidential. I briefly panicked; at any other newspaper, such a list would most likely have been leaked to a media gossip columnist within minutes. Not so at [this paper]. It probably never even occurred to anyone to do such a thing.

We sent in memos; then there were interviews, held in the company boardroom on the 14th floor, a large and airy space compared with the warren of offices below it. Mine was the last interview but one. Soon we would learn who had been shortlisted for an interview by the full board. To celebrate our last moment as equals in rivalry, 12 of the candidates (the 13th wasn’t around) went for lunch in Chinatown [...].

The winnowing-down was brisk and efficient. That afternoon, as I hung around the office chatting to former colleagues, the emails started arriving from [the board chairman]. ‹As you know, we have had a large number of excellent applicants,› he wrote, ‹and a few of them have proved stronger candidates than you. I am sorry to disappoint you, but I hope you understand.›»

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Die «NZZ» sucht einen Chefredaktor … und eine Linie

Markus Spillmann ist nicht mehr Chefredaktor der «NZZ». Aus der Medienmitteilung:

«Die NZZ will ihre publizistische Leitung neu organisieren. In diesem Zusammenhang ist der Verwaltungsrat mit Markus Spillmann, NZZ-Chefredaktor und Leiter Publizistik im Geschäftsbereich NZZ, übereingekommen, dass Markus Spillmann auf Ende Jahr von seinen Funktionen zurücktreten wird. [...] Die bisher in Personalunion ausgeübten Funktionen NZZ-Chefredaktor und Leiter Publizistik sollen neu definiert und die publizistischen Prozesse entsprechend geordnet werden. Die Aufgaben sind auf mehrere Schultern zu verteilen, um den laufenden Transformationsprozess weiterhin erfolgreich und im geplant hohen Tempo voranzutreiben. Darüber waren Markus Spillmann und der Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe, dem der Chefredaktor in publizistischen Belangen direkt unterstellt ist, seit längerem in Gesprächen.

Diese zielten darauf ab, die gegenwärtige Struktur neu zu gestalten, mit entsprechenden personellen Implikationen. Man war sich über die grundsätzliche Stossrichtung einig. Unterschiedliche Vorstellungen gab es in Bezug auf die konkrete Umsetzung. Ein Konsens konnte nicht gefunden werden, weshalb man sich nun darauf geeinigt hat, dass Markus Spillmann per Ende Jahr von seinen Funktionen zurücktritt.»

NZZ-VR-Präsident Etienne Jornod schob auch gleich noch einen «Nachruf» auf den geschassten Chefredaktor nach.

Das Spekulieren über Spillmanns Nachfolge und die künftige Linie der «NZZ» überlassen wir gerne anderen (ämel fasch) [wird vorerst laufend aktualisiert]:

(Sorry for the typo!)

von Martin Hitz | Bemerkungen (1)

Newsexpress: Nachrichten vom Fliessband

Die Newsportale des Hauses Tamedia sollen künftig aus einem zentralen Topf mit Nachrichten beliefert werden. Unter der Bezeichnung «Newsexpress» werden ab Sommer 2015 ein Team aus der Deutschschweiz und eines aus der Romandie «alle Newsplattformen von Tamedia mit kurzen, digitalen News versorgen» (Medienmitteilung):

«Newsexpress wird als Servicezentrum insbesondere Breaking-News, kurze Agentur-Meldungen, Bildstrecken sowie Live-Ticker erstellen. [...] Die eigenständigen Redaktionen der Tageszeitungen schaffen anschliessend mit einer vertiefenden Berichterstattung leserspezifische Mehrwerte.»

Beaufsichtigt werden die beiden Newsbolzer-Werkhallen von Peter Wälty, stellvertretender Chefredaktor und Leiter Digitalentwicklung von «20 Minuten», in der Deutschschweiz, und von Philippe Favre, Chefredaktor von «20 minutes», in der Westschweiz.

«Nach einer erfolgreichen Lancierung von Newsexpress für die internen Kunden ist mittelfristig auch eine Zusammenarbeit mit externen Kunden angedacht»,

heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Das kommt dem von Avenir Suisse propagierten «Private Content Provider» eigentlich schon recht nahe. Fragt sich nur, was diese Zentralisierung der Nachrichtenselektion für die Medienvielfalt bedeutet. Immerhin beherrscht Tamedia gemäss dem Jahrbuch «Qualität der Medien – Schweiz – Suisse – Svizzera» in der deutschsprachigen Schweiz 29,78 Prozent, in der Romandie gar 45,53 Prozent des Marktes für Informationsmedien.

Übrigens: Man lobt sich selbst ja nicht gerne (oder vielleicht doch?), aber bei «NZZ Online» hatten wir Ähnliches bereits Ende des vergangenen Jahrtausends angedacht, inkl. Niederlassung an der US-Westküste. Aber eben: Ideas are cheap, implementation is hard.

Siehe dazu auch:
- Interview mit Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer: Im Sommer 2015 fährt der Newsexpress ein («persoenlich.com»)

von Martin Hitz | Bemerkungen (0)

Stop the presses!

Ziemlich genau zehn Jahre nach der Inbetriebnahme von zwei «modernsten Rotationsmaschinen» («NZZ» vom 1.4.2006), die dafür sorgen sollten, «dass für die nächsten Jahrzehnte eine gedruckte NZZ in bester Qualität erscheint», will die NZZ-Mediengruppe ihr «drucktechnisches ‹Kreuzschiff› … in dieser ‹Kathedrale der Technik›» («NZZ» vom 1.10.2004) in Schlieren per 30. Juni 2015 aufgeben.

Aus der Medienmitteilung vom 25. November 2014:

«Der Schweizer Markt für Zeitungsdruck verfügt über erhebliche Überkapazitäten. Sinkende Auflagen für Eigenprodukte haben dazu geführt, dass Zeitungsdruckereien zunehmend auf die Aufträge von Drittkunden angewiesen sind. Die Preise für diese Aufträge sind allerdings aufgrund der Überkapazität stark unter Druck geraten. Von dieser Entwicklung ist auch das Druckzentrum Schlieren betroffen, dessen Kapazität in den 90er Jahren auf dem Höhepunkt des Zeitungsbooms geplant wurde.»

Angesichts des Strukturwandels betrachte die NZZ-Mediengruppe «das Bedrucken von Papier nicht mehr als ihr Kerngeschäft», erläutert Wirtschaftschef Peter Fischer den Entscheid seines Arbeitgebers. Zudem würden sich «die in nächster Zeit notwendig werdenden Unterhalts- und Erneuerungsinvestitionen in zweistelliger Millionenhöhe in das Ende der 1990er Jahre erbaute Druckzentrum in Schlieren nicht mehr rechtfertigen lassen».

«Unser Wachstumspotenzial liegt vor allem im Digitalmarkt», lässt sich NZZ-CEO Veit Dengler in der Medienmitteilung zitieren. «Um unsere Zukunft zu sichern, investieren wir konsequent in die Verbreiterung unserer Produktpalette im Online- und Mobile-Bereich.»

«[M]aximal 125 der 184 Arbeitsplätze» sollen von der Schliessung des Druckzentrums betroffen sein. Der Druck von «NZZ» und «NZZ am Sonntag» soll künftig in der Zürcher Druckerei von Erzrivale Tamedia erfolgen, was an der kommenden Generalversammlung der AG für die Neue Zürcher Zeitung für das eine oder andere erregte Votum sorgen dürfte.

Betriebswirtschaftlich ergibt das vermutlich alles Sinn. Kaum jemand dürfte überdies bestreiten, dass die Bedeutung gedruckter Informationen abnimmt und Investitionen in digitale Innovationen und Produkte deshalb absolut notwendig sind. Ob man den Tod eines Medienträgers aber gleich auch noch durch Herbeireden beschleunigen muss, wie dies zumindest einige Entscheidungsträger des Hauses NZZ derzeit zu tun scheinen − eines Medienträgers notabene, der immer noch für den überwiegenden Teil der Einnahmen sorgt −, steht indes auf einem anderen Blatt (pun intended) geschrieben.

Ob man Papier bis auf Weiteres nicht eher schön- statt schlechtreden sollte? Denn die Werbekunden werden in einem Medium, das nach Ansicht seiner Hersteller ohnehin nur noch von «alten Säcken» konsumiert wird, auf Dauer vermutlich keine teuren Inserateseiten mehr schalten wollen.

Man wird den Eindruck nicht los, dass sich NZZ-CEO Dengler für eine Dopplet-oder-nüüt-Strategie entschieden hat. Immerhin bleiben ihm dafür ja noch ein paar Immobilien, die zu Geld gemacht werden können − nicht zuletzt etwa die Perle an der Falkenstrasse, die durch einen Umzug von Redaktion und Verlag nach Schlieren freigemacht werden kann.

Übrigens: In der gleichen «NZZ»-Ausgabe, in der die Schliessung des Druckzentrums Schlieren bekanntgegeben wurde, war unter dem Titel Neuorientierung und Jobsuche mit 50 plus geschmackvollerweise auch noch folgendes zu lesen:

«Ein Stellenverlust wird oft als massive Kränkung empfunden – besonders von älteren Arbeitnehmern, die ihre Karriere noch zu einer Zeit gestartet haben, in der Loyalität und Sicherheit wichtige Grundwerte einer Arbeitsbeziehung waren. Schliesslich hat man sich über viele Jahre voll eingesetzt, die Firma war wie eine erweiterte Familie. Plötzlich gehört man nicht mehr dazu!»

Die Gewerkschaften sind darob gar nicht amused: Entlassungen als Weihnachtsgeschenk

Update, 5. Dezember 2014: Kampflos wird nicht zugemacht (Andreas Fagetti, «Woz»)

Update, 11. Dezember 2014: Aufstand gegen die Schliessung der Druckerei (Edith Hollenstein, «persoenlich.com»):

«Die NZZ-Personalkommission (PeKo) und die Betriebskommission in Schlieren (BKS) sind zusammen mit den Gewerkschaften seit rund zwei Wochen daran, Unterschriften gegen die Schliessung der Druckerei in Schlieren zu sammeln. Waren es vor Wochenfrist noch 330 (persoenlich.com berichtete), sind jetzt bereits 660 Unterschriften zusammengekommen, wie es in einer mit ‹Zwischenbericht Konsultationsverfahren NZZ Print› betitelten Mitteilung heisst.

‹Die Petition haben neben Mitarbeitern aus Schlieren auch sehr viele Redaktoren der NZZ und der NZZ am Sonntag unterschrieben, sowie Auslandkorrespondenten und Ehemalige›, erklärt PeKo-Präsidentin Brigitte Hürlimann auf Anfrage von persoenlich.com. Daneben sei auch die Leserschaft besorgt und viele Inserenten hätten sehr negativ reagiert, da sie eine Einbusse an Druckqualität und Flexibilität befürchten würden. Daher soll die Aktion breiter gefahren werden: ‹Ab heute Donnerstag werden wir zudem in Bern bei Bundespolitikern Unterschriften sammeln›, so Hürlimann.

Daneben haben die beiden Kommissionen Informationen zur betriebswirtschaftlichen Situation der Druckerei eingeholt. Dabei zeige sich: Die Druckerei rentiere. ‹Die Auftragslage ist heute so gut wie noch nie, die Maschinen laufen auf Hochtouren, die Mitarbeiter schieben seit Monaten Überstunden und es ist gelungen, einen höchst interessanten Grossauftrag zu akquirieren, der bei einer Schliessung gefährdet wäre (weil er im Sankt Gallischen nicht in vollem Umfang gedruckt werden kann)›, heisst es in der Mitteilung.»

Dazu auch noch zwei Zitate aus dem Geschäftsbericht 2013 (PDF) der AG für die Neue Zürcher Zeitung:

«Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte im Berichtsjahr vor allem dank Effizienzsteigerungsmassnahmen und dem Drittkundengeschäft im Zeitungsdruck auf der Kostenseite mit 11,0 Mio. CHF sogar leicht über Vorjahr (10,5 Mio. CHF) gehalten werden. [...]

2013 konnten im Bereich Zeitungsdruck dank erfolgreicher Marktbearbeitung das Kundenportfolio im Drittkundengeschäft kontinuierlich erweitert werden. Unter anderem konnten Zusatzaufträge aus der Schliessung der BaZ-Druckerei, der Druckauftrag für die ‹Schaffhauser Nachrichten› und für eine Teilauflage des ‹Blicks am Abend› gewonnen werden. Weiter wurden wichtige Mehrjahresverträge erneuert.»

Update, 14. Januar 2015: «Bericht und Anträge der Betriebskommission Schlieren und der NZZ-Personalkommission zur beabsichtigten Schliessung von NZZ-Print» (PDF):

«Die Schliessung von NZZ-Print ist zum aktuellen Zeitpunkt betriebswirtschaftlich unnötig, strategisch falsch und bei langfristiger Perspektive sogar gefährlich. Die Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Flexibilität der traditionsreichen Institution NZZ werden erheblich gefährdet. Es wird ausgerechnet an jenem Standbein gesägt, von dem die NZZ heute immer noch lebt: den gedruckten Produkten, mit denen wir 6 von 7 Franken verdienen. Auch der gute Ruf der NZZ-Mediengruppe leidet massiv unter einem Outsourcing an den direkten Konkurrenten Tamedia.»

Update, 3. Februar 2015: Schliessung der Druckerei am Standort Schlieren wird definitiv (Medienmitteilung mit Information über den Abschluss des Konsultationsverfahrens zur Schliessung des Druckzentrums Schlieren der NZZ-Mediengruppe [PDF])

von Martin Hitz | Bemerkungen (3)

Ohne Worte

NZZ-Gastro_Google
(«NZZ», 24. November 2014, S. 13)

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Audiatur et altera pars

Replik auf Balz Bruppachers «Mediensatz»-Kolumne «Wie die sda ihren Konkurrenten an die Wand drückte»

Von Bernard Maissen

Vorab: Wie Balz Bruppacher bin auch ich in Sachen Nachrichtenagenturen kein neutraler Beobachter. Ich habe mich auch schon mehrfach zu seinen Vorwürfen geäussert. Da er sie aber mit schöner Regelmässigkeit wiederholt und für mich der Grundsatz «audiatur et altera pars» zum Journalismus gehört, repliziere ich nach einigem Überlegen auch dieses Mal.
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von Bernard Maissen | Bemerkungen (0)