Highlights des SwissMediaForum 2016

Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino ist nun auch offiziell Präsident des Verbands Schweizer (Ta)medien. Besagter Verband will die Verhandlungen um einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit den Arbeitnehmervertretern wieder aufnehmen. Und die vor weniger als einem Monat angekündigte Streichung der Beiträge an den Presserat war nicht wirklich ernst gemeint.

Dies die Highlights des diesjährigen SwissMediaForums (cum Verlegerkongress) in Luzern.

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Schweizer Medienqualitätsrating 2016

«Echo der Zeit», «Neue Zürcher Zeitung», «NZZ am Sonntag» und 20minuten.ch: So heissen die Sieger des ersten Schweizer Medienqualitätsratings (MQR) (ganzer Bericht als PDF), das den Medien am Montag im Neubau des Landesmuseums präsentiert wurde − an einer erstaunlich mässig besuchten Medienorientierung, notabene, was angesichts des bestens vernetzten Vorstands des herausgebenden Stiftervereins Medienqualität Schweiz (Sylvia Egli von Matt, Andreas Durisch, Bruno Gehrig, Markus Notter, Tobias Trevisan) doch eher erstaunt. Irrtum vorbehalten, war beispielsweise kein einziger Vertreter eines Mediums aus dem Hause Tamedia anwesend, obwohl dem Vernehmen nach mindestens sechs Redaktionsmitglieder eine persönliche Einladung erhalten hatten.

Tamedia gehört neben Ringier, Basler Zeitung Medien und AZ Mediengruppe übrigens auch zu jenen Verlagen, die − unter der Führung des Verbands Schweizer Medien − den ursprünglich vorgesehenen dritten Teil des Qualitätsratings, nämlich die Analyse der organisationsinternen Qualitätssicherungsprozesse, verhindert haben, indem sie dem Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW keinen Einblick in die internen Qualitätssicherungsmassnahmen gewähren wollten (Nick Lüthi hat das ganze Theater für die «Medienwoche» schön zusammengefasst: Verlegerverband bremst Medienrating).

Aber lassen wir die Kindereien und wenden wir uns dem Ranking zu, das nun vorerst halt auf zwei statt auf drei «Modulen» beruht, nämlich auf einer vom Jahrbuch «Qualität der Medien» her bekannten Inhaltsanalyse zur Eruierung der Berichterstattungsqualität einerseits und auf einer Befragung des Publikums zur Wahrnehmung der Qualität der Medien andererseits − ergänzt durch Interviews mit Medienexperten (Details zum methodischen Vorgehen).
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Sweet Native Advertising auf Tagesanzeiger.ch

Unter dem Titel «sweet home» wird auf der Website des «Tages-Anzeigers» ja eifrig lifestylegebloggt − heute zum Beispiel zu Rezepten für «Gerichte, die in der Pfanne serviert werden». Und da man für Gerichte, die in der Pfanne serviert werden, auch eine Pfanne braucht, wird am Ende des Blogeintrags gleich auch noch eine solche angepriesen:
sweet-home_Pfanne

Und als ob das nicht genug wäre, folgt auch noch der Hinweis auf ein «Neues Food-Magazin», das «jeweils der regionalen Sonntagspresse bei[liegt]» und von Manor Food herausgegeben wird, das laut Tagesanzeiger.ch zu den «wichtigsten Lebensmittelgeschäften der Schweiz» gehört. Und weiter:

«Die sympathischen Geschäfte wirken ein wenig wie mediterrane Markthallen. Sie bieten nicht nur eine grosse Auswahl an Hausgemachtem und Regionalem, sondern auch Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse und Früchte von ausgewählten Produzenten aus dem In- und Ausland.»

Native Advertising? Vermutlich schon – eine entsprechende Deklaration sucht man jedoch vergebens (oder habe ich etwas übersehen?).

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Nachgeholt − Juni/Juli/August 2016: Und die NZZ …

… macht jetzt auch Lifestyle, Filmfestivals, Quizze und so.

René Zeller setzt seinen Zweihänder demnächst bei der «Weltwoche» ein. Seine Nachfolge als «NZZ»-Inlandchef übernimmt Michael Schoenenberger, der das Blatt vor weniger als einem Jahr verlassen hat.

Und die Druckvorstufe der NZZ-Mediengruppe wird künftig in St. Gallen zentralisiert, die Anzeigenproduktion an einen Drittanbieter ausgelagert. «Von der Zentralisierung der Druckvorstufe sind bei den LZ Medien in Luzern sechs und bei den Tagblatt Medien in St. Gallen neun Mitarbeitende in Form einer Frühpensionierung oder Entlassung betroffen.» (Medienmitteilung)

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Nachgeholt − Juni/August/September 2016: Bericht des Bundesrats zum Service public

Unter dem anmutigen Titel «Bericht zur Überprüfung der Definition und der Leistungen des Service public der SRG unter Berücksichtigung der privaten elektronischen Medien» (PDF) gelangt der Bundesrat zum Schluss, «dass sich für unsere von sprachlicher und kultureller Verschiedenartigkeit geprägte direkte Demokratie das bestehende Modell mit der SRG als grosser, in allen Sprachregionen verankerter Anbieterin bewährt hat und dieses den Service public in hoher Qualität gewährleistet».

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats ist mit dem Bundesratsbericht nicht zufrieden und will die SRG u.a. gleichsam zum Staatssender machen, indem sie vorschlägt, dass das Parlament künftig eine «Rahmenkonzession» und der Bundesrat die «Betriebskonzession» der SRG festlegen soll.

Referate und Panel-Diskussionen anlässlich der «Service-public-Konferenz» des Verbands Schweizer Medien vom 7. September 2016 (Zusammenfassungen):

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Nachgeholt − August 2016: Presserat ohne Verlegergeld

Der Verband Schweizer Tamedien pfeift offenbar aus dem letzten Loch und streicht deshalb die Beiträge an Economiesuisse, Arbeitgeberverband, Lauterkeitskommission und Presserat.

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Nachgeholt − August 2016: Verband Schweizer (Ta)medien: Pietro Supino soll auf Hanspeter Lebrument folgen

Hanspeter Lebrument gibt das Präsidentenamt des Schweizer Verlegerverbands, aka Verband Schweizer Tamedien, nach 13 Jahren ab. Seine Nachfolge soll Tamedia-VR-Präsident Pietro Supino übernehmen.

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Nachgeholt − August 2016: Christoph Blocher soll eine Sonntagszeitung lancieren wollen − oder auch nicht

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Nachgeholt − Juli 2016: Jean-Michel Cina wird SRG-Präsident

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Nachgeholt − Juli 2016: Tamedia expandiert nach Österreich

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